Zucker, das pure Gift

Zucker macht süchtig und krank

Von klein auf werden wir an gesüßte Nahrungsmittel gewöhnt. Bereits Babynahrung enthält Zucker. Inzwischen ist er zu Hauf in industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten. So sind wir schon in frühen Jahren süchtig nach dem süßen Stoff – zur Freude der Lebensmittelindustrie. Doch macht Zucker nicht nur süchtig und ist schädlich für unsere Zähne, sondern macht er uns auch krank.

Insbesondere den gewöhnlichen Haushaltszucker verteidigt die Lebensmittelindustrie allzu gern. Ihr Argument: Er besteht lediglich aus Glucose und Fructose und diese könne unser Körper ohne Probleme umsetzen. Doch dies ist ein Trugschluss. Denn mehreren Studien zufolge soll Zucker bei der Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten eine große Rolle spielen.

Diabetes und Adipositas durch Zucker

So führt regelmäßiger hoher Zuckerkonsum zu Diabetes und Fettleibigkeit. Bisher ging man davon aus, dass beide Krankheiten durch eine kalorienreiche Ernährung entstehen, ohne hier eine Verbindung mit Zucker herzustellen.

Doch ist inzwischen belegt, dass hoher Konsum von Zucker sowie kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last (GL) zu Insulinresistenz und Fettleber führen kann. Denn Lebensmittel mit hohem GL, wie Produkte aus Weißmehl sowie Süßgetränke, bewirken einen schnellen Blutzuckeranstieg.

Kurz nach der Aufnahme von Kohlenhydraten wird die Produktion des Stoffes GIP („Glukoseabhängige Insulinotrope Peptid“) verstärkt. Dies ist ein Hormon, dass für die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse verantwortlich ist. Das heißt, durch den Verzehr von Nahrungsmitteln mit hoher glykämischer Last steigt der Blutzucker innerhalb kurzer Zeit stark an. Der Insulinspiegel erhöht sich. Insulin ist dafür da, die Aufnahme von des süßen Gifts in unsere Zellen zu unterstützen. Es fördert die Fettablagerung und erschwert den Abbau von Fetten. So fördert das das Hormon GIP die Entstehung von Übergewicht und Fettleber.

Zucker soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs fördern

Neben o.g. Erkrankungen kann zudem ein erhöhter Insulinspiegel für eine Reihe weiterer, teilweise chronischen Erkrankungen führen. Dazu gehören: Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (koronare Herzkrankheit), Knochen- und Gelenkprobleme und Sehstörungen. Zucker soll Krebszellen stimulieren und das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen.

Auch wirkt sich Zucker negativ auf unsere Verdauung aus und Pilze breiten sich rascher in unserem Darm aus. Dies schwächt unser Immunsystem, was zur Entstehung von Allergien und Nährstoffmangel, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen kann.

Bevorzugen Sie Produkte mit niedriger glykämischer Last

Eine 2016 veröffentlichte Studie bestätigt, dass Kohlenhydrate und Zuckerersatzstoffe, die einen niedrigen GL haben, nicht zu erhöhtem Insulinspiegel führen. Denn die enthaltenen Zuckerstoffe werden in unserem Darm nur langsam bzw. später freigesetzt, wenn sie bereits im unteren Teil des Dünndarms angekommen sind. Dort wird das Hormon GIP jedoch nicht mehr ausgeschüttet und somit bleiben uns die schädlichen Folgen erspart.

Neben dem Industriezucker haben folgende kohlenhydrathaltige Lebensmittel eine besonders hohe glykämische Last: Weißbrot, Süßgetränke, Cornflakes und weißer (polierter) Reis. Eine niedrige glykämischen Last haben z. B. Vollkornprodukte, brauner Reis und Haferflocken und allgemein ballaststoffreiche Nahrungsmittel.

Je weniger Zucker Sie zu sich nehmen, umso geringer ist also das Risiko, an Diabetes, Übergewicht und Fettleber zu erkranken.

Natürlich spielen bei der Gewichtsabnahme nicht allein der glykämische Index bzw. die glykämische Last von Lebensmitteln eine Rolle. Aber ein Blick auf die Werte (diese finden Sie im Internet) lohnt sich, denn die Berücksichtigung des GL im Zusammenspiel mit einer generell gesunden Ernährungs- und Lebensweise wird mit Sicherheit Früchte tragen.

 

Menü