Soja

Soja – So gesund ist die kleine Bohne

Seit einigen Jahren werden pflanzliche Alternativen zu Tierprodukten immer beliebter. Insbesondere der Verzehr von Sojaprodukten, wie Tofu, Sojamilch und Co., ist stark angestiegen. Im Zuge der wachsenden Beliebtheit gibt es jedoch inzwischen eine steigende Anzahl an Soja-Gegnern. Kritiker sagen, Soja sei bedenklich für die Gesundheit. In diesem Artikel habe ich für Sie die gesundheitlichen Vorteile der Bohne zusammengefasst und erkläre Ihnen, worauf Sie achten und was Sie vermeiden sollten.

Wertvolle Inhaltsstoffe der Sojabohne
  • Sie enthält hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Dieses enthält alle essentiellen Aminosäuren (Eiweißbausteine), die unser Körper nicht selbst produzieren kann.
  • Auch zeichnet sie sich durch einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin E sowie einer Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen aus.
  • Durch den Verzehr von Tofu anstelle von Fleischprodukten nehmen Sie viele einfache und mehrfach gesättigte Fettsäuren zu sich.
  • Generell sollten Sie Sojaprodukte wählen, die nicht sehr stark verarbeitet und dadurch am natürlichsten sind. Diese weisen einen geringen Fettgehalt sowie einen höheren Protein- und Nährstoffgehalt auf. Zu diesen Produkten gehören Tofu und Tempeh.
Weitere Vorteile von Soja auf Ihre Gesundheit

Im Vergleich zu Milch wirkt sich der Konsum von Soja positiv auf Ihren Cholesterinspiegel und Ihre Blutfettwerte aus. Zudem kann es bei regelmäßigem Verzehr das Risiko, an Brust- und Prostatakrebs zu erkranken, senken.

Vorurteile

Nachfolgend finden Sie drei häufige Argumente von Soja-Gegnern und deren Auflösung.

  1. Der Konsum unterstützt die Gentechnik

Tatsächlich ist 90 % der weltweiten Soja-Ernte gentechnisch verändert. Allerdings werden die meisten Sojaprodukte in der EU nicht aus Gen-Soja hergestellt. Sie werden zum Großteil nachhaltig aus europäischen oder nordamerikanischen Sojabohnen erzeugt. Es sind die Menschen, die konventionell hergestellte Fleisch und Milchprodukte zu sich nehmen, die indirekt Gen-Soja zu sich nehmen.

2.  Der Konsum rodet den Regenwald

Etwa 80 % der Sojaernte unserer Erde wird als Viehfutter für die Herstellung von Tierprodukten verwendet. Ein weiterer Teil wird für die Produktion von Sojaöl verwendet und nur ein Bruchteil direkt für die Herstellung von Lebensmitteln. Daher ist die ständige Rodung von Regenwald, um neue Anbauflächen für Soja zu erschließen, auf  den weltweit hohen Konsum von Tierprodukten zurückzuführen.

3. Allergien

Ja, Soja ist ein Allergen. Insofern ist es kein Vorurteil, aber eine beliebte Aussage von Kritikern. Allerdings gibt es viele Lebensmittel, auf die die Menschen allergisch reagieren. Dies ist nichts Außergewöhnliches und bedeutet nicht, dass die kleine Bohne für alle Menschen ungeeignet und ungesund ist. So gehören Milch, Eier, bestimmte Nüsse und Meeresfrüchte/Fische und Gluten zu den starken Allergenen aus dem Bereich der Nahrungsmittel.  Allerdings reagieren im Vergleich zu Milch, Eiern und Erdnüssen weniger Menschen allergisch auf Soja.

Was Sie beachten sollten
  • Aufgrund der Wirkung von in der Sojabohne enthaltenen Isoflavonen, ist Soja nicht als Säuglingsnahrung geeignet
  • Bei Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion sollte auf einen häufigen Verzehr verzichtet werden. Denn die Isoflavone können die Schilddrüse beinträchtigen.
  • Wie auch bei anderen Lebensmitteln, sind möglichst naturbelassene, wenig verarbeitete Produkte am gesündesten. Bei den Sojaprodukten zählen hierzu Tofu, Sojamilch und Sojajoghurt. Wer Soja nicht so gut verträgt, kann Tempeh und Miso ausprobieren. Dies sind vergorene Sojaprodukte, die für manche Personen leichter verdaulich sind.
  • Wiederum nicht zu empfehlen sind insbesondere Sojaproteinisolate (pflanzliche Proteinpulver) und texturiertes Soja (z. B. Sojaschnetzel, Sojagranulat). Auch von der Zufur von Nahrungsergänzungen mit hochkonzentrierten und isolierten Sojaisoflavonen wird abgeraten.

Prinzipiell gilt bei dem Verzehr von Sojaprodukten das Gleiche, wie bei allen anderen Nahrungsmitteln: Ein übermäßiger Konsum ist nicht gut für die Gesundheit. Für Erwachsene sind täglich 200 ml Sojamilch und 100 g Tofu absolut unbedenklich. Täglich 1 Liter Sojamilch wäre in jedem Fall zu viel. Es gibt zahlreiche andere pflanzliche Alternativen zur Milch, wie zum Beispiel Haferdrink, Reisdrink, Mandeldrink oder Cashewdrink. Achten Sie also auf einen Ausgleich und bauen Sie weitere Eiweißquellen in Ihre Ernährung ein, wie Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte.

Menü