Frau vor schwefel-gelbem Himmel

Schwefel – wichtiges Element für die Gesundheit

MSM – Methylsulfonylmethan – Organischer Schwefel

Pech ohne Schwefel – liebe Blogleser*innen, Schwefelmangel ist weiter verbreitet als man denkt. Gelenkbeschwerden, Niedergeschlagenheit oder depressive Verstimmung; Angststörungen, grauer Star, schlechtes Bindegewebe, Hautprobleme – hinter all dem kann ein unerkannter Schwefelmangel stecken. Unser Organismus benötigt MSM (auch bekannt als Dimethylsulfon) als lebenswichtiges Spurenelement. So besteht unser Körper zwar nur zu 0,2 Prozent aus Schwefel, dennoch ist MSM für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unerlässlich. In beinahe allen Zellen unseres Körpers ist Schwefel enthalten. Und für die Struktur vieler Enzyme sowie Proteine brauchen wir organischen Schwefel – als wichtiges Element für unsere Gesundheit.

Leider bietet uns unsere moderne Nahrung oft nicht das Maß an Schwefel, welches wir eigentlich bräuchten, um bis ins hohe Alter vital und elastisch zu bleiben. Hinzu kommt, dass Schwefel vor Jahren von ernährungswissenschaftlicher Seite eher eine untergeordnete Bedeutung zugemessen wurde. Dabei ist Schwefel eine unverzichtbare Komponente vieler körpereigener Stoffe. So ist er etwa Bestandteil von Enzymen und Hormonen wie Insulin sowie körpereigener Antioxydantien – wie etwa Glutathion. Auch kommt er in vielen lebenswichtigen Aminosäuren vor und ist ein Baustein von Taurin, Cystein und Methionin.

Eiweiß

Schwefelhaltige Aminosäuren sind auch Elemente unseres körpereigenen Eiweißes. Hier legen die so bezeichneten „Schwefelbrücken“ die räumliche Struktur aller Eiweiße (und Enzyme) fest. Fehlen diese Schwefelbrücken, haben Eiweiß und Enzyme eine andere Struktur und werden biologisch inaktiv. Nehmen wir hingegen ausreichend Schwefel  zu uns, ist unser Körper wieder in der Lage, das für uns perfekte Eiweiß zu bilden und entsprechende Enzyme zu aktivieren. Auch kann bei einem Schwefelmangel Glutathion nicht gegen freie Radikale kämpfen und das Immunsystem muss extrem hart arbeiten.

Ein starkes Immunsystem dank MSM

Unser Immunsystem kämpft jeden Tag aufs Neue für uns, es ist quasi unser „edler Ritter“ in unserem Körper. So hat beispielsweise die schwefelhaltige Aminosäure Methionin viele bedeutsame Aufgaben! Etwa den Transport des Spurenelementes Selen zu dessen Einsatzorten. Ja, unser Körper ist ein natürliches Labor. 😊 So hilft Selen bei der Bekämpfung von Krankheitserregern – auch dieses Spurenelement schützt vor freien Radikalen und bietet zudem einen gesunden Schutz für unsere Augen. Es stärkt Bindegewebe und Gefäßwände und sorgt für schönes Haar und feste Fingernägel.

Im Prinzip ist es eine Kausalitätskette: Bei Schwefelmangel besteht auch ein Mangel an Methionin. Und mangelt es an Methionin, dann gibt es für Selen keine „Mitfahrgelegenheit“ dorthin, wo es eigentlich gebraucht wird. Fehlt nun  Selen, arbeitet die körpereigene Abwehr nicht mehr richtig und wir werden allgemein anfälliger für Infektionen wie auch Entzündungen, die bei einem intakten Immunsystem nicht zutage treten würden.

Sie erkennen die Kette? Bei Mangel auch nur eines einzigen dieser Stoffe entsteht eine ganze Kaskade an Fehlfunktionen! Glaubte man vor einiger Zeit noch, dass das Auftreten von Allergien auf ein schwaches Immunsystem zurückzuführen sei, so hat man heute erkannt, dass die Ursache hierfür eine Fehlsteuerung der körpereigenen Abwehr ist. Eine Zuführung von MSM könnte somit hilfreich sein.

MSM bei Allergien

Die Nase läuft, die Augen jucken höllisch, man möchte am liebsten aus der Haut fahren… Pollenallergiker sowie Tierhaar- oder Hausstauballergiker können davon ein Lied singen! In medizinischen Studien jedoch konnte durch die Einnahme von MSM eine Besserung der Symptome beobachtet werden, und inzwischen interessiert sich auch die Forschung für Methylsulfonylmethan.

In entsprechenden Versuchen kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass MSM in entsprechender Dosierung immens dazu beitragen kann, die Symptome saisonal bedingter Allergien abzumildern.

MSM bei Arthrose oder Arthritis

Oftmals treten bereits in den mittleren Jahren bei vielen Menschen Knieprobleme auf, auch hier konnte in verschiedenen Studien belegt werden, dass MSM bei Arthrose hilft und Schmerzen lindern kann. Ob bei Rückenproblemen oder bei Schmerzen in der Hüfte – bevor man sich geplant unter das Messer auf den OP-Tisch begibt, ist es nur gut, zunächst einmal alle natürlichen Maßnahmen auszuschöpfen. Sich auf das zu besinnen, was unser Körper tatsächlich braucht! Das Schöne an MSM ist zudem, dass es – entgegen Schmerzmitteln wie Antirheumatika – keine Nebenwirkungen mit sich bringt. So berichten viele Menschen nach einer Einnahme von MSM über eine Abnahme ihrer Schmerzen und über eine viel bessere Beweglichkeit ihrer Gelenke!

MSM für die Gelenke

Hüfte und Knie profitieren vom Schwefel, denn er ist auch eine wichtige Komponente der Gelenkschmiere sowie Teil der Innenschicht unserer Gelenkkapseln. Gelenkschmiere wie auch besagte Gelenkkapsel-Innenschicht müssen vom Körper stets neu produziert werden. Bei Schwefelmangel ist unser Körper jedoch nicht mehr in der Lage, die entsprechenden „Gelenkreparaturen“ auszuführen! Wer unter chronischem Schwefelmangel leidet, hat leider oft auch Probleme mit den Gelenken und deren Beweglichkeit. Bleibt eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement aus, passiert das, was viele Menschen als altersgegeben hinnehmen: Steife Gelenke und schmerzhafte Degenerationserkrankungen. Schwefel trägt also immens zur Gesundheit unserer Gelenke bei!

Nahrungsmittel mit höherem Schwefelanteil

Besonders eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Krabben, Eier, Milch, Quark, Käse, Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten viel Schwefel. Bei tierischen Produkten muss man sich jedoch heute aufgrund vieler Schadstoffe durchaus Gedanken machen, ob man diese überhaupt zu sich nehmen möchte. Wer auf Fleisch und Eier nicht verzichten möchte, sollte unbedingt auf Bioqualität achten und entsprechende Produkte im Naturkostladen oder beim Biobauern seines Vertrauens kaufen. Auch ist Fisch leider häufig mit Schadstoffen belastet. Doch Produkte wie Hummus oder Brotaufstriche aus Hülsenfrüchten bieten uns eine gute Möglichkeit, den Schwefelhaushalt ein bisschen aufzustocken. Pflanzliche Nahrungsmittel liefern nicht ganz so viel Schwefel, den höchsten Anteil erhalten Sie von Zwiebeln, Knobi und Bärlauch. Zu erwähnen wäre auch, dass japanischer wie chinesischer Grüntee reich an Spurenelementen wie Schwefel ist! Eine gute Alternative bieten zudem ein Sulfat-haltiges Heilwasser sowie ein Nahrungsergänzungsmittel zum Einnehmen.

MSM und Entgiftungssymptome

Wenn Sie eine Nahrungsergänzung mit MSM starten, werden Sie schon nach drei Wochen einen positiven Effekt feststellen können. Nehmen Sie ausreichend Vitamin C zu sich – z.B. frische Zitrusfrüchte oder Paprika, können Sie die Wirkung verstärken. Dennoch ist wichtig zu wissen, dass es in den ersten 10 Tagen der MSM-Kur zu Detox-Symptomen kommen kann, etwa Kopfschmerzen, Durchfall sowie einem Energieknick. Dies geschieht dann, wenn MSM im Körper Toxine freisetzt und diese nicht gleich ausgeleitet werden können. Je stärker die Symptome erscheinen, desto höher ist der Anteil an Giftstoffen im Körper.

Aus diesem Grund empfiehlt sich zu Beginn erst eine kleinere Dosierung von MSM. Mögliche Toxine werden zwar so langsamer ausgeschieden, dennoch sollte man sich bei allem, was man tut, wohlfühlen.

Das Beste (fast) zum Schluss:

Möchten Sie Schwefel über Ihre normale Ernährung zu sich nehmen, so können Sie dies tun, indem Sie tatsächlich auf Produkte aus ökologischer Landwirtschaft zurückgreifen. In der Biolandwirtschaft wird nämlich nicht mit Kunstdünger gedüngt. Bio-Landwirt*innen düngen ihre Felder mit natürlichen Düngemitteln, die unter anderem Mineralien und Spurenelemente wie Schwefel enthalten, welche der Verbraucher schließlich über den Verzehr von Bioprodukten zu sich nimmt. Die moderne konventionelle Landwirtschaft hingegen setzt Kunstdünger ein, was letztendlich dazu führt, dass der Gehalt an Schwefel im Boden (und in konventioneller Nahrung) verarmt. Mit Bioprodukten ist man also besser gerüstet.

Was Schwefel noch für Sie tun kann:

Schönes Haar, schöne Haut, schöne Fingernägel. Schwefel kann bei Hautproblemen wie Schuppenflechte helfen und leistet auch im Verdauungstrakt gute Dienste. Parasiten sowie Pilze haben es schwerer, sich einzunisten! Auch bei Krebserkrankungen lohnt sich eine unterstützende Behandlung mit MSM, denn selbst hierzu gibt es positive Studien. Etwa, dass MSM für die Anreicherung von Sauerstoff in Blut und Gewebe sorgt – und es Krebszellen somit recht ungemütlich macht.

Es lohnt sich wirklich immer, zunächst über natürliche Maßnahmen nachzudenken, denn wir sind nun einmal ein Teil der Natur und können gerade in der Natur (fast) alles finden, um gesund zu leben und gesund zu bleiben. Alles, woraus unser Körper besteht, können wir ihm via Spurenelemente zuführen – und über eine möglichst natürliche und vitaminreiche (Bio)Ernährung. Sicherlich schlägt man auch mal über die Stränge – auch das gehört zum Leben dazu. Solange man aber immer wieder auf seinen natürlichen Pfad zurückfindet und gesund lebt, ist alles in Ordnung.

In diesem Sinne – genießen Sie die warmen Tage und bis zum nächsten Mal! 🌞

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