Radioaktive Strahlung

Radioaktive Strahlung und ihre Wirkung

Radioaktive Strahlung ist gefährlich für unsere Gesundheit. Das ist allgemein bekannt. Doch woher kommen die Strahlen und ab wann sind sie gesundheitsschädlich?

Woher kommen radioaktive Strahlen

Wir sind einer permanenten Strahlenbelastung aus natürlichen Quellen ausgesetzt. Diese Strahlen kommen aus dem Boden, dem Weltall oder durch radioaktive (natürliche) Stoffe aus der Luft und Nahrung.

Zusätzlich zur natürlichen Strahlenbelastung sind wir zudem künstlicher radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Beispiele hierfür sind medizinische Verfahren wie die Röntgendiagnostik, Kernspintomographie und die Mammographie sowie die Strahlung, die von Kernkraftwerken ausgeht.

Steigende Strahlenbelastung

Seit dem zweiten Weltkrieg steigt die Strahlenbelastung auf der Erde immer weiter an. Grund dafür sind unter anderem Atomwaffenversuche, Kernkraftwerke und Nuklearkatastrophen wie Tschernobyl und Fukushima.

So wirken die Strahlen auf den Körper

Treffen hohe Dosen radioaktiver Strahlen auf unseren Körper, können sie Körperzellen schädigen. Da unsere Zellen Erbinformationen tragen, besteht zudem das Risiko, diese ebenfalls zu beschädigen.

Schafft die betroffene Zelle es nicht, sich selbst zu reparieren, so stirbt sie. Manchmal kommt es auch vor, dass sie sich fehlerhaft repariert. Dann überlebt sie zwar, allerdings mit einem Zellschaden. Dieser Schaden kann dann an folgende Zellgenerationen weitergegeben werden. Daraus kann sich dann Krebs oder Leukämie entwickeln.

Ist die Strahlung sehr stark, entstehen akute Strahlenschäden. Ist sie niedrig, so besteht eine erhöhte Gefahr, an Krebs oder Leukämie zu erkranken. Je höher die Belastung, umso höher das Risiko der Erkrankung.

Sind viele Zellen eines bestimmten Organs beschädigt, so funktioniert dieses nicht mehr ordentlich. Dadurch kann beispielweise in Blutarmut, Übelkeit und Durchfall entstehen. In schweren Fällen kann eine Organschädigung den Tod zur Folge haben.

Ab wann ist radioaktive Strahlung schädlich?

Laut Bundesamt für Strahlenschutz hängt der Grad der gesundheitlichen Schädigung davon ab, wie lange der Mensch einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt war. Ist die Zeitspanne kurz, die Dosis aber hoch, so kann unser Organismus diese sehr schlecht kompensieren. Wirkt die gleiche Dosis über einen längeren Zeitraum auf den Körper, so kann der Körper sie besser ausgleichen.

Ab einer Dosis von 1 Sievert diagnostiziert man eine akute Strahlenkrankheit. Ab 100 Millisievert können Fehlbildungen bei Neugeborenen entstehen. Auch das Risiko einer Krebs- und Leukämieerkrankung steigt ab 100 Millisievert um 1 Prozent an.

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