Nebenwirkungen von Medikamenten

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Der Großteil der Menschen nimmt regelmäßig Medikamente ein. Manche von ihnen sogar dauerhaft. Dabei denken die Meisten von uns ausschließlich an ihren vermeintlichen Nutzen. Die Risiken, die Arzneimittel mit sich bringen, werden jedoch meist außer Acht gelassen. Denn neben der erwünschten Wirkung des Medikaments können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, die eine Gefahr für Ihre Gesundheit darstellen.

Auftretende Nebenwirkungen werden dann häufig mit einem weiteren Medikament behandelt. So beginnt ein Teufelskreis, der Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit schadet.

Teufelskreis bei der Verordnung von Medikamenten

In der Regel beruhigen Schulmediziner ihre Patienten mit der Aussage, dass Nebenwirkungen nur ganz selten auftreten. Sie klären in den seltensten Fällen über die möglichen Nebenwirkungen auf.

Sie als Patient vertrauen darauf, dass ihr Arzt ihnen ein gutes und sicheres Medikament verschreibt. Dabei beachtet dieser jedoch in den wenigsten Fällen Ihre individuelle Verfassung.

Treten dann Nebenwirkungen auf, so verschreibt er Ihnen entweder ein zusätzliches Medikament gegen die Nebenwirkungen. Dieses birgt jedoch die Gefahr neuer Nebenwirkungen. Oder der Arzt ersetzt das ursprüngliche Medikament durch ein neues in der Hoffnung, Sie reagieren besser hierauf.

Besonders tückisch kann es werden, wenn Ihnen verschiedene Medikamente zur gleichen Zeit verschrieben werden. Vertragen sich die Wirkstoffe dieser Arzneimittel nicht, so dürfen Sie mit sogenannten Wechselwirkungen rechnen.

Nebenwirkungen bei älteren Menschen

Besonders ältere Menschen, die häufig mehrere chronische Beschwerden haben, sind hier sehr gefährdet. Denn diese nehmen viele unterschiedliche Medikamente gegen ihre Beschwerden ein und reagieren in der Regel empfindlicher auf Medikamente, als jüngere Patienten.

Es ist eine große Herausforderung für Ärzte, verschiedene Medikamente gegen unterschiedliche chronische Krankheiten gefahrlos miteinander zu kombinieren.

Schaden von Medikamenten höher als der Nutzen

An einer US-amerikanischen Hochschule für Medizin und Zahnmedizin haben Forscher herausgefunden, dass 85 Prozent von neu zugelassenen Arzneimitteln nur geringfügig wirken. Die Schäden seien wesentlich höher, als der Nutzen.

Leider hat aber die Pharmaindustrie die Kontrolle über Forschung, Tests und Zulassungen neuer Medikamente und verfolgt bei Veröffentlichungen ausschließlich ihre eigenen Interessen. Das Wohl des Patienten scheint dabei in den Hintergrund zu geraten.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten.

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Nebenwirkung von Medikamenten. Insbesondere folgende Medikamente können die Ursache sein:

  • Medikamente gegen Fibromyalgie
  • NSAID (entzündungshemmende Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen)
  • Corticosteroide (Cortisonhaltige Medikamente)

Wer unter Bluthochdruck leidet, wird auch wieder mit Medikamenten behandelt. Häufige Nebenwirkungen von Arzneimitteln gegen Bluthochdruck sind Depressionen, Schlaganfälle, Demenz, Schwindel, Benommenheit, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Impotenz, Konzentrationsstörungen und weitere.

Hat vielleicht der Anstieg an Demenzerkrankungen und Depressionen etwas mit vorher verschriebenen Medikamenten zu tun? Auf jeden Fall gelangt der Patient schnell in einen Teufelskreis aus Medikamentenverordnungen, die sich gegenseitig bedingen.

Impotenz

Eine weitere verbreitete Nebenwirkung vieler Medikamente ist Impotenz. Diese wird häufig mit potenzfördernden Mitteln wie Viagra, behandelt. Neben der gewünschten Wirkung kann das Medikament einen Augeninfarkt zur Folge haben, der sogar zur Erblindung führen kann.

Leberschäden

Bevor ein Medikament ins Blut gelangt, passiert es die Leber. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich jedes zehnte Medikament unerwünscht auf die Leber auswirkt. In seltenen Fällen kann es sogar schwere lebensbedrohliche Schäden verursachen bzw. zu Leberversagen führen.

Insbesondere das Schmerzmittel Paracetamol ist für zwei Drittel aller akuten Fälle von Leberversagen verantwortlich. Weitere leberschädigende Medikamente sind Antibiotika, Nichtsteroidale Mittel gegen rheumatische Beschwerden, Cholesterinsenker, Arzneimittel gegen Epilepsie und Schmerzmittel gegen Entzündungen.

Nierenschäden

Nierenschäden können Folge von Antibiotika, Arzneimitteln der Chemotherapie und Medikamente gegen Bluthochdruck sein. Das Schmerz- und entzündungshemmende Mittel Diclofenac kann ebenfalls die Nieren schädigen, indem es ihre Blutversorgung reduziert.

Weitere Medikamente mit häufigen Nebenwirkungen

Schmerzmittel bei Rheuma

Das Schmerzmittel Indometacin birgt ein großes Risiko für die Gesundheit. Es löst bei älteren Menschen häufig gastro-intestinale Beschwerden aus., die sogar bis zum Tode führen können. Um den Magen von Patienten zu schützen, verschreiben Ärzte hier zusätzlich begleitende Medikamente, die auch wieder mögliche Nebenwirkungen haben.

Hier ist Paracetamol eine Alternative, die mit weiteren Maßnahmen wie Kühlen, Entlasten, physikalische Therapien zur Schmerzlinderung beitragen können. Allerdings ist Paracetamol auch nicht ganz unbedenklich.

Antidepressiva

Viele Antidepressiva können zu Frakturen der Hüfte, Embolien, Schwindel, Zuständen der Lethargie und Verwirrtheit führen. Insbesondere in Hinblick auf Verwirrtheit werden dann gerne zusätzliche Medikamente, sog. Antidementiva verschrieben. Diese behandeln Demenzerkrankungen wie Alzheimer. Die Anwendung solcher Medikament wird Studien zufolge abgeraten.

Das können Sie tun

Vor Medikamenteneinnahme sollten sie den Beipackzettel gründlich durchlesen. Je nach aufgelisteten Nebenwirkungen erkundigen Sie ich bei Ihrem Arzt nach Alternativen mit weniger Nebenwirkungen. Bedenken sie aber, dass dies nur das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen senkt, bei jedem schulmedizinischen Medikament jedoch die Gefahr unerwünschter Wirkungen besteht.

Zudem sollten Sie Ihren Körper entgiften bzw. ihn in seiner Entgiftung unterstützen, damit er Reste von Arzneimitteln besser ausscheiden kann. Lesen Sie hierzu auch diesen Artikel sowie diesen.

Am besten ist es natürlich, so weit es geht Medikamente zu umgehen bzw. Ihre physische und psychische Verfassung so zu stärken, dass Sie weniger anfällig für Krankheiten sind.

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