Natürlicher Mückenschutz

Mit natürlichen Maßnahmen Mückenstichen vorbeugen

Mit dem Sommer werden Stechmücken aktiv, die uns gerne nachts beim Schlafen oder abends auf der Terrasse heimsuchen. Die Folge sind juckende Schwellungen und je nach Land sogar gefährliche Krankheiten. In tropischen Gebieten übertragen Moskitos Malaria, Gelbfieber und das Dengue-Fieber. Um dem vorzubeugen, greifen viele Menschen zu konventionellem Mückenschutz. Dieser enthält chemische Stoffe, die giftig und schädlich für unsere Gesundheit sind. So wirkt sich beispielsweise der häufig enthaltene Stoff DEET (Diethyltoluamid) negativ auf unsere Nerven aus.

Doch können Sie auch auf natürliche Weise den unangenehmen Mückenstichen vorbeugen und gleichzeitig Ihre Gesundheit schützen. Tipps zu natürlichen Maßnahmen und Mitteln habe ich für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.

Natürliche Maßnahmen gegen Mückenstiche

Die folgenden Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen bieten in ihrer Kombination am meisten Schutz.

Mückengitter für Fenster und Türen

Als Erstes empfehle ich Ihnen, dem Eindringen von Moskitos in Ihr Haus vorbeugen. Hierzu sollten Sie Mückengitter an Ihren Fenstern sowie Balkon- und Terrassentüren anbringen. Für Türen gibt es spezielle Gittertüren, die man hinter der entsprechenden Tür von Balkon oder Terrasse anbringt. So können keine Mücken eindringen, wenn die Haupttür auf ist.

Moskitonetz – Idealer Beschützer in der Nacht

Da es leider trotz Mückengitter immer wieder die ein oder andere Mücke ins Haus oder Schlafzimmer schafft, können Sie für zusätzlichen Schutz ein Moskitonetz über Ihrem Bett anbringen. Beim Kauf sollten Sie dabei auf Netze mit nur einem Eingang achten, da dies den Schutz erhöht. Moskitonetze gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben, sowohl für das Kinder- oder Babybett als auch für Einzel- oder Doppelbetten.

Für Reisen in tropische Gebiete sind Moskitonetze der ideale Schutz in der Nacht. Zudem sind sie leicht und lassen sich gut im Reisegepäck verstauen.

Brutmöglichkeiten für Stechmücken vermeiden

Wenn Sie einen Garten oder Balkon haben, so sollten Sie darauf achten, dass sich hier keine über Wochen stehenden Gewässer befinden. Denn dies sind ideale Brutstätten für Moskitos. Dazu zählen auch Regenfässer, Untersetzer von Blumentöpfen und Vogeltränken. Sollten Sie einen Gartenteich haben, so sollte dieser viele Wasserpflanzen haben, so dass sich hier larvenfressende Insekten wie der Rückenschwimmer und Libellenlarven ansiedeln. Freuen Sie sich auch über Frösche im Teich, denn diese helfen tatkräftig und gerne mit bei der Vertilgung der kleinen Blutsauger.

Schweiß, Salz und süße Düfte locken Stechmücken an

Stechmücken werden von Schweiß angezogen. Die hier enthaltene Feuchtigkeit, das Kohlendioxid und die Milchsäure locken sie an. Daher ist es ratsam, vor einem abendlichen Aufenthalt im Freien nichts Schweißtreibendes zu unternehmen bzw. vorher zu duschen.

Auch ein hoher und häufiger Konsum von salzhaltigen Lebensmitteln führt zur erhöhten Absonderung von Milchsäure über die Haut, was die Mücken anzieht.

Moskitos stehen zudem auf blumige und fruchtige Düfte. Daher sollten Sie auf Parfüm, Cremes oder andere Produkte mit entsprechenden Düften verzichten.

Kerzen schützen vor Stichen

Kerzen wiederum locken Mücken von Ihnen weg: Denn das von brennenden Kerzen abgegebene Kohlendioxid zieht die Tiere an.

Helle Kleidung gegen Moskitos

Da dunkle Kleidung Mücken anlockt, empfiehlt es sich, am Abend helle Kleidungsstücke anzuziehen. Zum besseren Schutz sollten die Kleidungsstücke zudem lang und weit sein.

Ventilator nutzen

Stechmücken haben große Schwierigkeiten, im Wind zu fliegen. Daher ist auch ein Ventilator ein guter Mückenschutz, wenn Sie sich in seinem Luftstrom aufhalten.

Natürliche Körperprodukte als Mückenschutz

Es gibt eine Reihe von ätherischen Ölen, aromatisierten Körperölen und Parfums, die als natürlicher Schutz vor Mücken angewendet werden können.

Ätherische Öle finden zum Beispiel Anwendung in Duftlampen, die den Duft im Raum verbreiten. Auch können Sie mit ätherischen Ölen selber Körperöl herstellen, mit dem Sie sich einreiben. Körperöle schützen besser als z.B. Duftlampen.

Zur Herstellung muss das ätherische Öl mit einem Basisöl, wie Oliven-, Kokos- oder Jojobaöl, verdünnt werden. Hier geben Sie auf 50 ml Basisöl maximal 5 Tropfen des ätherischen Öls und füllen die Mischung in ein kleines Fläschchen. Bevor Sie sich mit dem selbst hergestellen Mückenschutz einreiben, testen Sie Ihre Verträglichkeit zunächst auf einer kleinen Hautstelle aus.

Um den Schutz über den Tag aufrecht zu erhalten, sollten Sie sich mehrmals am Tag mit dem Öl einreiben.

Folgende ätherische Öle sind besonders gut zur Herstellung eines natürlichen Schutzes vor Moskitos geeignet: Citronella, Lemon-Eukalyptus, Zimt, Rosmarin, Zitronengras, Zeder, Pfefferminze, Nelke, Duftgeranie, Neemöl. Achten Sie beim Kauf auf 100 Prozent reine ätherische und biologische Öle.

Beste Kombination: Kokosöl und ätherisches Neemöl

Kokosöl ist besonders gut als Basisöl geeignet, da ihm an sich schon eine abwehrende Wirkung gegen Insektenstiche nachgesagt. Zudem eignet es sich als natürlicher, leichter Sonnenschutz, ist besonders gut für die Hautpflege geeignet und wirkt zudem entzündungshemmend. Für die Vermischung mit ätherischem Öl muss Kokosöl flüssig sein. Unter 23°C ist es jedoch hart, das heißt es muss vorher vorsichtig erhitzt werden.

Das beste abwehrende ätherische Öl ist das Neemöl, das aus den Samen des Neembaums hergestellt wird. In einer Studie wurde festgestellt, dass 2 % Neemöl in Kombination mit Kokosöl als Basisöl fast 100 % von indischen Anopheles Mücken vertrieb. Diese Moskitos sind bekannt als Überträger von Malaria.

Die gleiche Kombination hatte zudem Erfolg beim Schutz vor Mücken, die Gelbfieber übertragen (85 % Schutz) und vor Stechmücken, die bei uns bzw. in Europa heimisch sind (bis zu 95 %).

Tipps zur Anwendung von Körperölen

Die Wirkung von Körperölen als Mückenschutz kann durch Sonnencreme reduziert werden. Daher sollte, wenn möglich, wenig Sonnencreme verwendet werden. Nachdem Sie schwimmen waren oder nach dem Duschen oder Schwitzen, sollten Sie das Öl nochmals auftragen.

Da Körperöle verdunsten können, sollten Sie diese bei hohen Temperaturen und bei Wind häufiger auftragen.

 

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