Krebserreger Glyphosat

Glyphosat – das Gift auf unseren Tellern

Jährlich kommen weltweit Millionen Tonnen giftiger Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz. Die vom US-Konzern Monsanto hergestellten und umstrittenen Herbizide, z.B. Roundup, sind für den Großteil aller Pflanzenarten sowie für Mensch und Tier äußerst schädlich.

Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende International Agency for Research on Cancer (IARC) hat herausgefunden, dass Glyphosat bereits in geringen Mengen Krebs bei Tieren hervorruft. Dass das Gift auch bei Menschen Krebs auslösen kann, ist sehr wahrscheinlich.

So legten Wissenschaftler Beweise vor, dass die Chemikalie für die Entstehung von Lungen- und Lymphdrüsenkrebs verantwortlich sein kann. Untersuchungen zeigten, dass durch das Gift sowohl bei Tieren als auch bei Menschen DNA- und Chromosomenschäden entstehen.

Glyphosat-Rückstände in Lebensmitteln

In sämtlichen Grundnahrungsmitteln aus konventioneller Landwirtschaft sind Rückstände von Glyphosat zu finden. So ist es beispielsweise in Weizen und infolgedessen in vielen Mehlprodukten wie Teig- und Backwaren vorhanden – alles Lebensmittel, die tagtäglich auf unserem Esstisch stehen. Auch in Mais, Soja und Zucker oder Haferflocken ist das Gift aufzufinden.

Glyphosat gelangt zudem in das Grundwasser, mit fatalen Folgen für unser Trinkwasser.  So wird beispielsweise vermutet, dass mit derm Herbazid Roundup belastetes Trinkwasser Leberversagen und Fortpflanzungsprobleme mit sich bringen kann.

Da sich Glyphosat zellverändernd auswirkt, stellt sich bei Wissenschaftlern derzeit die Frage, inwieweit es auch zu Missbildungen bei tierischen und menschlichen Föten führen kann. So wurden beispielsweise in Argentinien, einem der weltweit größten Nutzer von Roundup, vermehrte Tiermutationen seit einem erhöhten Einsatz von Roundup festgestellt.

Gift für unsere Ökosysteme

Glyphosat gelangt nicht nur in unser Grundwasser. Das Gift hat zudem weitreichende Folgen für die Ökosysteme unseres Planeten.

So wird das Gift bei Regen in benachbarte Seen, Flüsse oder Weiher geschwemmt. Dadurch sterben je nach Dosis Fische, Frösche, Larven, Wasserpflanzen und andere Tiere und Wasserorganismen.

Laut Umweltbundesamt wird dem zudem einer Vielzahl von Insekten und Feldvögeln durch die Vernichtung von Gräsern und Kräutern auf den Äckern ihre Lebensgrundlage genommen.

Die immensen Einnahmen von etwa zwei Millarden US-Dollar, die das Herbizid jährlich einbringt, veranlassen Monsanto natürlich, alles zu tun, um diese Tatsachen zu vertuschen und seine Gegner mundtot zu machen. Leider sind die meisten EU-Länder dafür, dass Glyphosat weiterhin auf unsere Felder gesprüht werden darf. Die Zulassung des Gifts wurde 2017 vorerst um 5 weitere Jahre verlängert.

Das können Sie tun

Solange auf unseren Äckern schädliche Herbizide zum Einsatz kommen, empfehle ich Ihnen, zu Lebensmitteln aus Bio-Anbau zu greifen.

Zudem lege ich Ihnen ans Herz, sich im Internet einmal die Liste der Firmen anzuschauen, die Produkte von Monsanto verwenden. Greifen Sie dann bei Ihrem nächsten Einkauf zu alternativen Lebensmitteln und geben Sie die Information auch an Familie und Freunde weiter. So können Sie in Ihrem Umfeld ein Bewusstsein für die Thematik schaffen. Je mehr Menschen sich gegen Monsanto entscheiden, umso besser für unsere Gesundheit und unseren Planeten!

Menü