Müsli in einer Schale

Heißhunger auf Süßes? Gesunde Alternativen!

Liebe Blogleser*innen, wie es aussieht, haben uns die derzeitigen Regelungen der Corona-Causa schwer im Griff. Viele von Ihnen arbeiten vielleicht bereits im Homeoffice und bewegen sich weitaus weniger als im normalen Alltag. Gerade, wer sonst gerne das Rad zur Arbeit nimmt, wird unter Umständen feststellen, dass sich nach einigen Tagen Homeoffice bereits ein Bäuchlein anbahnen kann.

Klar, wenn wir mehr essen als unser Körper verbrennen kann, werden bald die ersten Pölsterchen spürbar – spätestens, wenn der Hosenbund spannt! Natürlich sind Spaziergänge oder Radeln an frischer Luft zu zweit oder in der Familie derzeit noch möglich. Dennoch kann es gerade in diesen Zeiten vermehrt zu Heißhunger auf Süßes kommen, denn unser Gehirn lebt quasi von „Belohnungen“.  Die ansonsten so köstliche Schokolade tut hier schon aufgrund ihres hohen Fettgehaltes ihr Übriges. Auch das Schälchen mit Süßigkeiten in Reichweite des Bildschirmarbeitsplatzes ist eher kein guter Garant, um unsere Figur zu halten und gesund zu bleiben. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns heute ein wenig mit Heißhunger auf Süßes und beleuchten gesunde Alternativen.

Wie kommt es zu Heißhunger auf Süßes?

Jeder von uns hat bestimmt schon einmal den sogenannten „Jieper“ kennengelernt – wenn man jetzt auf der Stelle gerne ein Stück Torte oder Schokolade hätte! Doch wie kommt es eigentlich zu Heißhunger auf Süßes? Nun, wann immer wir etwas essen, steigt der Blutzuckerspiegel, es gelangt Zucker ins Blut. Unser Körper produziert daraufhin Insulin, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Verzehren wir nun Produkte wie Kaffeestückchen, Krapfen, Kuchen oder andere Weißmehlprodukte, so steigt unser Blutzuckerspiegel rapide an – um bald wieder ebenso rapide – und noch tiefer – abzusinken. Unser Körper reagiert hierauf mit Heißhunger, denn er bringt unseren nun niedrigen Blutzuckerspiegel mit fehlender Nahrung in Verbindung! Aus diesem Grund ist es immer besser, auf süße Weißmehlprodukte zu verzichten und auf vollwertige Nahrung zurückzugreifen. Denn essen Sie ein schönes Vollkornbrot, verläuft die Kurve Ihres Blutzuckerspiegels sanfter – Heißhunger bleibt aus.

Aber Heißhunger kann ebenso durch Dauerstress oder Müdigkeit entstehen –  auch psychische Sorgen begünstigen den Griff nach süßer (Trost)Nahrung. Gerade jetzt, wo sehr viele Menschen sich um ihre Gesundheit und Zukunft sorgen und sich evtl. einsam fühlen  (weil der normale Austausch fehlt) kann es sein, dass man vermehrt zu Süßigkeiten greift.

Knusper knusper Knäuschen…

Gerade wenn man am PC arbeitet, snackt man oft mal was nebenher weg, ohne dies zu bemerken – oder gar richtig zu genießen! Die Gedanken bleiben bei der Arbeit, der Snack wird nebenbei verdrückt – und liefert natürlich Kalorien. Dazu kommt noch das Sitzen! Manchmal hat man nicht wirklich einmal  Hunger, sondern möchte den Snack eher „spüren“ – besonders das „Crunchen“ von Chips oder krossen Süßigkeiten ist sehr beliebt. „Sekunden im Mund, Stunden im Magen, Jahre an der Hüfte“ – beugen wir dem doch besser vor:

Alternative Müsli

Sie können es fertig kaufen oder selbst mischen – nach Ihren eigenen Vorstellungen, etwa zarte Haferflocken, Kürbiskerne, Leinsamen, Nüsse, Rosinen, Dattelstücke, ein paar zuckerfreie Cornflakes – dazu frische Apfelstückchen oder Bananenscheiben – ganz wie Sie mögen. Viele fertige Produkte beinhalten viel zusätzlichen Zucker – Ihr selbstgemachtes Produkt können Sie entweder nur durch Rosinen oder Datteln süßen – oder ein bisschen Honig, Reissirup oder Agavendicksaft verwenden. Auch viele fertige Müsliriegel sind eher Zuckerbomben, die zudem noch lange an den Zähnen haften bleiben.

Sonnenblumen- und Kürbiskerne

Einen köstlichen kleinen Snack zwischendrin bieten uns die proteinreichen Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Kaufen Sie diese noch in der Schale und knacken Sie sie mit den Zähnen – so müssen Sie sich den leckeren und aromatischen Kern erst einmal „erarbeiten“.

Chips aus Gemüse

Wenn auch Sie zu den Freunden von krossen Snacks gehören und ab und zu mal Chips „brauchen“: Einfach einmal selber machen. Zum einen wissen Sie auf diese Weise, was in Ihren Produkten steckt, zum anderen schmeckt es einfach herausragend. Machen Sie sich beispielsweise Chips aus Süßkartoffeln, aus rote Bete, Karotten oder Zucchini. Sie können sogar Grünkohl verwenden und müssen hier nicht viel schneiden, da die Blätter ja schon dünn sind. Einfach gründlich waschen, trocken tupfen, den Strunk entfernen und in mittlere Stücke rupfen.

Mischen Sie ihr Chips-Gewürz – beispielsweise 2 EL Olivenöl, ein paar Tropfen Zitronensaft, Knobi- oder Zwiebelpulver, ein wenig Salz und etwas Chilipulver (wenn‘s feuriger werden soll). Kräuter nach Gusto (Rosmarin, Dill, Oregano, Kräuter der Provence – was immer Sie mögen) – und vermischen Sie alles mit den Grünkohlblättern (oder mit ihren hauchfein geschnittenen Möhren, etc.). Den Ofen haben Sie schon vorgeheizt, Ihre Chips liegen auf einem Backblech mit Backpapier und werden nun ca. 30 Minuten bei 125 Grad gebacken. Auch warm ein Hochgenuss!

Studentenfutter

Das gute alte Studentenfutter – selbst gemischt ist es noch einmal besser und der oft kleine Zank um die Cashew-Nüsse entfällt. 😉 Mischen Sie Kürbiskerne, Cashews, Mandeln, Macadamia und auch gerne Walnüsse 1:1 mit Rosinen – was Sie so gerade vorrätig haben. Sicherlich – auch Nüsse sind aufgrund ihres Fettes (gesunde) kleine Kalorienbömbchen – ebenso Rosinen aufgrund ihrer Süße. Deswegen: Genießen Sie diesen Snack bewusst in einer Pause!

Der gute klassische Tomatensaft

Sie können Ihrem Heißhunger auf Süßes auch einen Tomaten- oder Gemüsesaft entgegensetzen – sie werden sich wundern, wie prima das funktioniert! Mit ein paar Spritzern Zitrone, einem Teelöffel Oliven- oder Leinöl sowie etwas Pfeffer ist der Gedanke an Schokolade, Kuchen und co. schnell passé!

Machen Sie sich einen Smoothie

Hier kann alles hinein, was Sie mögen – und auch der eine oder andere Rest im Obst- und Gemüsefach findet Verwendung! Sie können alles vermengen – Haferflocken, Obst, Gemüse, Mandeln, Mandelmilch, Matcha, was immer Sie möchten. Experimentieren Sie! Versuchen Sie zum Beispiel Kiwi mit etwas Limette oder Zitrone, Banane, Apfel, Matcha-Pulver und ein paar Leinsamen. Oder Möhre, Apfel, Banane mit ein paar Leinsamen und einem Hauch Haferflocken. Besuchen Sie hierzu auch gerne einen vorherigen Blogbeitrag über Smoothies! Gerade die Zeit, die wir nun zuhause verbringen, lädt buchstäblich dazu ein, kreativ zu werden!

Knabberkram am Monitor

Schneiden Sie sich kleine mundgerechte Schnitze von Karotten, Kohlrabi, Staudensellerie oder Paprika. Hier können Sie im Homeoffice futtern und knabbern, was das Zeug hält. Wahrscheinlich werden durch das Kauen mehr Kalorien verbraucht als zugeführt. 😉 Gemüse ist so unglaublich kalorienarm, dass Sie regelrecht „reinhauen“ können.

Vollkornbrot – Pumpernickel

Wenn Sie beides gut vertragen, können Sie hieraus kleine Snacks zaubern. Nehmen Sie zum Bespiel drei Scheiben Pumpernickel und bestreichen Sie davon zwei Scheiben dünn mit Erdnuss- oder Mandelmus sowie mit etwas Sanddorn- oder Hagebuttenmarmelade. Legen Sie die Scheiben anschließend aufeinander, die dritte Scheibe dient quasi als  abschließender „Deckel“. Schneiden Sie kleine Vierecke – und schon haben Sie kleine süße Appetithäppchen zum Genießen und Anbieten. Doch es muss nicht süß sein – belegen Sie Ihre Häppchen gerne mit deftigen Aufstrichen und Gemüse Ihrer Wahl.

Last but not least: Trinken Sie ausreichend Tee, besonders grüner Tee eignet sich gut, um Heißhunger zu begegnen. Wenn Sie also in diesen Tagen von Zuhause aus arbeiten, dann achten Sie darauf, dass Ihnen „die Decke nicht auf den Kopf fällt“. Gehen Sie täglich an die frische Luft und genießen Sie gerade jetzt in der Frühjahrssonne einen Spaziergang. Radeln Sie, machen Sie Nordic Walking – bewegen Sie sich ausreichend, um Ihrem Körper die Bewegung zu bieten, die er braucht. Bewegung ist sehr gut für Ihr Immunsystem!

Tipp: Besorgen Sie sich in diesen Tagen ein Headset für Ihr Smartphone und telefonieren Sie auch unterwegs viel mit Ihren Lieben. Seien Sie – wenn irgendwie möglich – zuversichtlich und fröhlich – das kommt Ihrem Immunsystem zugute.

Bis zum nächsten Mal – bleiben Sie gesund!

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