Gesund leben und das Klima schützen

Gesund leben und das Klima schützen

Wie geht das – gesund leben und das Klima schützen?

Sie ahnen es bestimmt: Würde niemand mehr Fleisch konsumieren, wären nicht nur wir Menschen, sondern auch unser Planet Erde in Sachen Klima um einiges gesünder. Bis zum Jahr 2050 gäbe es pro Jahr 7 Millionen weniger Tote zu beklagen. Das Klima würde sich über etwa zwei Drittel weniger Treibhausgase aus der Lebensmittelproduktion freuen. Finanziell lohnt es sich auch: Etwa 1,34 Billiarden Euro könnten jährlich eingespart werden! Es lohnt sich für alle, Gesund leben und das Klima schützen.

Die Herausforderung, gute Lebensmittel zu finden

Betreten Sie einen Supermarkt, so werden Sie beim Schlendern durch die Gänge schnell bemerken, dass die meisten angebotenen Produkte tierischer Herkunft sind. Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukte, Eier, Käse, etc. – auch versteckt oder als Zutaten weiterverarbeitet in vielen Lebensmitteln. Rein pflanzliche Nahrungsmittel sind oft schwierig zu finden. Sie machen – abgesehen von Obst und Gemüse – einen recht kleinen Teil des Angebots aus. Sie müssen Zeit mitbringen und ziemlich danach suchen sowie genau die Inhaltsstoffe studieren … Sie entdecken oft noch zusätzlich kritische Inhaltsstoffe, wie Konservierungsstoffe, Zucker, …

Wissenschaftlicher Nachweis

Eine Studie der University of California beschäftigte sich nun zum ersten Mal mit dem direkten Zusammenhang zwischen der Zufuhr von tierischen Proteinen und der Sterberate. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen, welche häufig Fleisch und Käse konsumieren, öfter an Krebs erkranken und früher sterben. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass hierfür tierisches Eiweiß der Auslöser und ein Zuviel von diesem Eiweiß ausgesprochen ungesund ist.

Einfach ausgedrückt: Fleischfreunde und Käseliebhaber erkranken häufiger an Krebs und sterben statistisch gesehen früher, so traurig das klingt.

Probleme in der Landwirtschaft

Die Produktion tierischer Lebensmittel bringt weitere Probleme mit sich. Landwirtschaftliche Tierhaltung benötigt Raum und fordert immens viel Boden für das Vieh. Um Tierprodukte zu produzieren, bedarf es Weide- und Anbauflächen für Tierfutter. Diese Flächen können sinnvoller genutzt werden für den Anbau von Getreide, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse – und zwar für den menschlichen Bedarf.

Es müsste niemand Hunger leiden

Die Albert-Schweizer-Stiftung stellte hierzu fest, dass für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch Futtermittel von 3,9 – 9,4 Kilo Getreide benötigt werden. Bereits aus dem Getreide für ein Kilo Fleisch ließen sich mehr als 10 große Brotlaibe backen. Damit versorgen Sie 10 durchschnittliche Familien pro Tag. Das Hausrind wiegt im allgemeinen Durchschnitt 1.100 Kilogramm. So kann man sich ausrechnen, wie viel Getreide man hierfür anbauen könnte. Für den Welthunger wäre der Verzicht auf Fleisch positiv. Als Faustformel gilt heute, dass man mit pflanzlicher Ernährung etwa die siebenfache Menge an Menschen ernähren könnte, als derzeit mit Fleisch!

Mehr Ackerfläche für hochwertige Lebensmittel

Für den Verzehr von Rindfleisch wird allein in Deutschland tatsächlich mehr als zweimal so viel Areal wie für den Anbau von Weizen und Kartoffeln beansprucht. Da der Platz nicht ausreicht, weicht man ins Ausland aus. Man nutzt für die Erzeugung landwirtschaftlicher Tierprodukte Agrarflächen, die mehr als 40 Prozent der eigenen Agrarflächen ausmachen.

Ausreichend Wasser kann billig vorhanden sein

Ein Wasserverbrauch von weltweit durchschnittlich 15.400 Liter pro Kilo Rindfleisch. Diese Zahl ergibt sich weniger aus dem Durst der Tiere, sondern aus der benötigten Bewässerung für den Futtermittelanbau. Gerade die Haltung von Rindern benötigt viel Wasser, nicht nur für die Fleischproduktion, sondern auch für die Produktion von Milch.

Das Grundwasser wird durch die Stoffwechselproduktion der Tiere verschmutzt. Es fällt sehr viel Gülle an, die nicht nur mit Antibiotikarückständen angereichert ist, sondern für Nitratprobleme im Boden sorgt. Damit erhöhen sich die gesundheitsschädigende Nitratwerte in für Menschen angebaute Pflanzen.

Weniger Treibhausgase

Hinzu kommt die Produktion von Treibhausgasen von 22 kg CO² pro Kilogramm Rindfleisch. Wir haben bereits ein großes Problem mit dem Klima und versuchen der Erderwärmung entgegenzuwirken. Der Treibhauseffekt wird sich leider kaum aufhalten lassen, wenn weiterhin immer mehr tierische Lebensmittel produziert werden.

Alle profitieren von weniger Fleischkonsum

Würde man sogar kein Fleisch mehr konsumieren, würden zudem sämtliche, für die Tiere qualvollen Tiertransporte entfallen. Wir wären alle gesünder, weil wir nicht mehr den „vorbeugenden“ Antibiotika-Gaben der heutigen Tierzucht ausgesetzt wären. Im Prinzip könnte man von einer Win-Win-Situation sprechen. Für uns Menschen, für das Klima und letztendlich für die Tiere. Es lohnt sich also immer für alle, Gesund leben und das Klima schützen.

Leisten Sie einen Beitrag zu Ihrer Gesundheit und das Klima

Jeder von uns kann einen enormen Beitrag leisten und sich tier- und klimafreundlich ernähren. Wenn Sie Ihren Speisezettel für die Woche planen, dann bringen Sie doch einmal vegane Gerichte auf den Tisch. Mit viel frischem Obst und Gemüse, Getreideprodukten, sättigenden Hülsenfrüchten oder knackigen Nüssen schmeckt es besser. Selbst wenn Sie erst einmal mit einzelnen veganen Tagen starten. Jeder fleischlose Tag zählt und schützt Ihre Gesundheit, die Umwelt und das Klima! Bleiben Sie gesund.

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