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Folgen von zu vielen Medikamenten

Tabletteneinnahmen vergleichbar mit dem Verzehr von Bonbons? Und welches sind die Folgen von zu vielen Medikamenten? Viele Menschen nehmen mehrmals täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten viele verschiedene Tabletten ein. Manche Senioren haben oft ein ganzes Arsenal an Medikamentenschachteln oder Pillendosen auf dem Küchentisch. Allen möglichen Symptomen wird mit Tabletten zu Leibe gerückt – und dabei leider neue Symptome generiert… Für das Einnehmen vieler Medikamente gibt es den Begriff Multimedikation (oder auch Polymedikation). Mancher Patient hätte ohne Tablettendosen oder Wochenpläne bestimmt schon den Überblick verloren, dennoch werden viele Verordnungen nicht infrage gestellt. Es scheint oftmals sogar bequemer zu sein, Tabletten einzunehmen, als seine Lebensweise umzustellen. Wir Menschen als „Gewohnheitstierchen“ bleiben mitunter auch gerne lieber schlechten Angewohnheiten treu, als wirklich etwas zu verändern.

Die roten Runden…

So nehmen gerade Senioren gutgläubig oft gleich verschiedene Medikamente ein, ohne überhaupt die Medikation zu hinterfragen. Oder mit dem Arzt nach Alternativen zu suchen. Hinzu kommt, dass viele Patienten erstaunlicherweise nicht einmal den Namen ihrer Medikamente wissen, sondern sie einfach nur nach Verordnungsplan einnehmen. “Die roten Runden in der blauen Packung…”

Sicherlich – setzt man Medikamente richtig ein, so können sie helfen, vorübergehende Erkrankungen zu lindern und langfristige Folgeschäden zu vermeiden. Bei vielen schweren Krankheiten sind Arzneimittel echte Helfer. Doch viele Medikamente wären gar nicht nötig, würden wir nur unseren Lebensstil und unseren Speisezettel ein klein wenig ändern. Die Folgen wären: Eine geringere Belastung für unseren Körper, mehr Gesundheit und mehr Vitalität. Um diese Medikamente soll es im heutigen Blog gehen.

Und zum Frühstück etwas Buntes…

Zum Frühstück erst mal eine Hand voll bunter Tabletten … Doch muss das wirklich so sein? Sicherlich ist klar, dass sich mit zunehmendem Alter unsere Zellteilung verlangsamt und wir anfälliger für Infektionen werden. Altersbedingte Erkrankungen können zunehmen, wir sind ja nun auch schließlich keine 20 mehr. Unser Körper hat bereits einige Jahre (und wahrscheinlich auch harte Arbeit) hinter sich; unser Immunsystem altert mit uns.

Vielen altersbedingten Krankheiten können Sie aber mit einer gesunden Lebensweise und einer abwechslungsreichen Ernährungsform entgegenwirken. So benötigt unser Körper gerade im Alterungsprozess Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, denn diese halten unser Immunsystem möglichst lange intakt! Gerade Werte wie Cholesterin, hoher Blutdruck und der Langzeitzucker können auf natürliche Weise mit Erfolg und auf Dauer gesenkt werden. Arbeiten wir einfach aktiv an den Ursachen, anstatt nur die Symptome zu behandeln!

Was können Sie tun?

Sie können Ihre Gesundheit ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Anstelle gleich Medikamente gegen Altersdiabetes einzunehmen, können Sie auch auf Sport und Bewegung setzen. Das macht schlank und hält fit. Sie können zudem ganz altmodisch auf die Broteinheiten ihrer Mahlzeiten achten und mit Kohlenhydraten ein wenig aufpassen.

Mit dem Älterwerden verändert sich der Körper. Wenn Sie sich in den Wechseljahren befinden, brauchen Sie für diesen natürlichen Prozess eigentlich keine Medikamente. Wechseljahre sind keine Krankheit. Sie sind ein vollkommen natürlicher Vorgang im Körper eines Menschen und gehören nun einmal zum Leben dazu. Wir nehmen ja in der Regel auch keine Arzneien für die Pubertät ein 😉.

Wann immer Sie Ihren Arzt aufsuchen, besprechen Sie mit ihm stets natürliche Alternativen und partizipieren Sie an der Entscheidungsfindung Ihrer künftigen Behandlung.

Beispiel Antibiotikum

Sehen Sie Medikamente in erster Linie als Helfer bei akuten Erkrankungen, die sich auf natürliche Weise nicht behandeln lassen. Viele Medikamente sind – sinnvoll eingesetzt – Lebensretter. Betrachten wir uns zum Beispiel Antibiotikum näher: Die Entdeckung von Alexander Fleming hat bereits Millionen Menschen das Leben gerettet. Sind noch vor 70 Jahren Kinder an Erkrankungen wie Tuberkulose oder Scharlach verstorben, rettete Penicillin viele Leben. Leider werden Antibiotika heute auch von einigen Patienten regelrecht verlangt. Es kann geschehen, dass aus Zeitmangel Allround-Antibiotika verschrieben werden und mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Ideal wäre, zunächst einen Abstrich zu machen und zu schauen, um welchen Erreger es sich überhaupt handelt. Viele Antibiotika kommen somit leider bei Bagatell-Infekten wie Schnupfen oder grippalem Infekt zum Einsatz – ausgelöst durch Erkältungsviren. Gegen Viren helfen auch keine Antibiotika – den Preis zahlen wir mit zunehmenden Resistenzen.

Viel hilft nicht viel

Wissenschaftler der Universität Zürich kamen zu dem Ergebnis, dass viele Verschreibung von Arzneimitteln gar nicht notwendig sind. Hinzu kommt die Einnahme von Tabletten in beinahe grenzenlosem Vertrauen – es wird geschluckt, was verschrieben wird; ungeachtet der Wechselwirkung mit weiteren Medikamenten. Manche Arzneien können gegenseitig ihre Wirkung aufheben bzw. sich durch Nebenwirkungen gegenseitig im Weg stehen. Dabei muss es sich nicht einmal um Medikamente handeln, auch Lebensmittel können in Wechselwirkung mit Medikamenten treten. So vertragen sich z. B. manche Blutdrucksenker nicht mit Grapefruit, denn Grapefruit verstärkt die Wirkung um ein Vielfaches, was fatale Folgen haben kann. Der Beipackzettel sollte immer genauestens gelesen werden.

Wieso wird so viel verschrieben?

Der klassische Hausarzt, der seinen Patienten über viele Jahre hinweg begleitet, ist eher ein Relikt vergangener Tage. Viele Menschen wechseln umzugsbedingt ihren Arzt; der neue Arzt kennt meist nicht die ganze Krankengeschichte und weiß somit nicht, was sein neuer Patient einnimmt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist unabdingbar auch müssen die Namen sämtliche Medikamente dem Arzt genau kommuniziert werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir für unsere eigene Gesundheit eine große Verantwortung tragen. Allein schon aus diesem Grund sollten Sie den Beipackzettel stets genau lesen und studieren, ob Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Lebensmitteln genannt werden.

Stichwort Multimedikation

Multimedikation birgt enorme Risiken, die mitunter tödlich sein können. Man schätzt, dass ca. 3-7 Prozent aller Klinikeinweisungen mit Neben- oder Wechselwirkungen von Arzneimitteln einher gehen. In der Gruppe der Senioren sind es sogar knapp ein Drittel. Von diesem Drittel hätten 70 Prozent vermieden werden können. Studien, die sich mit Multimedikation beschäftigt haben, kamen zum Ergebnis, dass die gesundheitlichen Probleme steigen, je mehr unterschiedliche Arzneimittel eingenommen werden. Wissenswert: Allein in den USA gab es in den vergangenen 27 Jahren drei Millionen Todesfälle durch die Einnahme verschreibungspflichtiger (und ordnungsgemäß zugelassener) Medikamente.

Wenn Sie tatsächlich verschiedene Medikamente einnehmen müssen, setzen Sie sich in jedem Fall mit einem aufgeschlossenen Arzt zusammen und benennen Sie jedes einzelne Medikament – auch Arzneien, die Sie rezeptfrei erworben haben. Gemeinsam können Sie Neben- und Wechselwirkungen abgleichen.

Fragen Sie Ihren Arzt stets auch nach natürlichen Alternativen, z. B. einer Ernährungsberatung, um einer Medikamentenverordnung aus dem Weg gehen zu können. Viele gesundheitliche Probleme lassen sich wirklich hervorragend mit dem behandeln, was unsere Küche täglich hergibt! Link-Tipp: Die Ernährungs-Docs.

Nur zwei Beispiele:

Es scheint, als würde heute bei immer mehr Menschen eine „psychische Störung“ diagnostiziert werden, obwohl sie womöglich gar keine haben! Das Beispiel Ritalin zeigt uns, dass der natürliche Bewegungsdrang von Kindern häufig als Störung angesehen wird. Kinder haben heute meist einen völlig durchgetakteten Schultag bis in die Abendstunden hinein, der den natürlichen Bewegungsdrang viel zu kurz kommen lässt. Viele Kinder reagieren mitunter zappelig, Bewegung und spielerisches Austoben wären eigentlich der natürliche Weg. Mit der Verordnung von Ritalin mit Wirkstoff Methylphenidat sollen unruhige Kinder mit „Aufmerksamkeitsstörung“ wieder auf Kurs gebracht werden. Doch das Medikament kann sich auch störend auf das natürliche Wachstum auswirken. Kinder bleiben unter Einnahme von Ritalin oft kleiner als ihre Altersgenossen. Weitere Nebenwirkungen können sein: Kopfschmerzen, noch mehr Nervosität, Schlaflosigkeit, Depressionen und Angstgefühle, Drehschwindel, Tics sowie nächtliches Zähneknirschen. Ärzten und vielen Eltern ist dies bekannt – dennoch nehmen in Deutschland ca. 200.000 Schulkinder täglich Ritalin ein.

ACE-Hemmer: Ca. 4 Milliarden Tagesdosen an ACE-Hemmern werden pro Jahr verordnet, in Deutschland gelten sie als Blutdrucksenker der ersten Wahl. Mögliche Nebenwirkungen: Atemnot, Husten, Heiserkeit, Abfallen des Blutdrucks, Nierenversagen und mögliche Lichtempfindlichkeit.

Nimmt man dazu das Gicht-Medikament Allopurinol ein, so können ein anaphylaktischer Schock oder Verkrampfung der Herzkranzgefäße die Folge sein.

Zusammenfassend:

Eine gesunde Lebensweise sowie eine gewisse Portion Misstrauen beschützt Sie vor den Folgen von zu vielen Medikamenten! Die Einnahme von Arzneimitteln birgt tatsächlich ein höheres Risiko als Autofahren und kann mit schwerwiegenden Nebenwirkungen einhergehen. Vertrauen Sie mehr auf die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers und versuchen Sie, Vitalität über Ernährung und Bewegung zu erreichen. Bauen Sie auch Muskeln auf. Anstatt auf Tabletten zu setzen, versuchen Sie zunächst immer, auf natürliche Mittel zurückzugreifen, wie Kräutertees und gesunde Lebensmittel. Schauen Sie sich evtl. nach einem „ganzheitlichen“ Mediziner um und beraten Sie sich mit Ihm. Wenn Sie auf sich achten und auf Nikotin, Alkohol, Zucker und übermäßigen Fleischkonsum verzichten, können Sie Ihre Gesundheit erhalten. Auch ganz ohne Pillen.

  • Trinken Sie grüne Smoothies, gehen Sie viel an die frische Luft, kommen Sie einmal täglich tüchtig ins Schwitzen.
  • Bleiben Sie vital bis ins hohe Alter, und zwar ohne unerwünschte Nebenwirkungen.
  • Machen Sie Yoga, gehen Sie tanzen, lachen Sie, genießen Sie das Leben.
  • Achten Sie auf Ihren Speisezettel und erfreuen Sie sich an Bewegung.

Das ist auf jeden Fall schon mehr als die halbe Miete!

Bis zum nächsten Mal!

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