Es funkt durch den Wald

oder: Schöne neue G5-Welt?

Es funkt durch den Wald … Liebe Blogleser*innen, sicherlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass mit dem Einzug von digitaler Technik und Smartphone auch viel Nützliches Einzug in unsere Welt erhalten hat. So können wir überall Wissen abrufen, wenn wir es benötigen. Wir erhalten wichtige Informationen präzise und schnell – ohne lange danach stöbern zu müssen. Stadt- und Fahrpläne erleichtern uns das Leben enorm, wir kommen per Google-Maps von A nach B, ohne lange umherirren zu müssen.

Sicher, unsere menschliche Kommunikation hat sich dadurch verändert. Man fragt heute kaum noch nach dem Weg, denn man hat ja sein Smartphone immer griffbereit dabei. Stets hüpfend von free Wi-Fi zu free Wi-Fi, falls man keine Allnet-Flat-SIM-Karte hat… Doch was bedeutet dies für unsere Natur, für unseren Wald? Was kommt auf Flora und Fauna zu, wenn erst G5 durch den Wald funkt?

G5

Der Mobilfunk ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Es ist eine hervorragende Sache, mit Freunden und Familie zu kommunizieren, auch wenn diese auf der anderen Seite der Erdkugel leben. Unsere älteren Netze reichen hierfür völlig aus. Die fünfte und damit neue Generation der Mobilfunknetze verspricht uns jedoch immense Vorteile gegenüber G4 oder G3. Wir können nun „überall innerhalb von Sekunden Filme streamen oder downloaden“. Wir können ganze Städte flächendeckend überwachen, selbstfahrende Autos oder ÖPNV werden nun realisierbar. Ärzte können buchstäblich Kontinent-übergreifend operieren, und zwar per Robotertechnik, ganz ohne Zeitverzögerung. Doch dies alles bringt auch gewisse Schattenseiten mit sich!

Baumschäden durch Funk

Einige Wissenschaftler melden Bedenken an. So lassen sich im Wald etwa Schädigungen an Bäumen erkennen, die in der Nähe von Sendemasten stehen – und dies bereits bei älteren Funknetzen! Ganze Schneisen lassen sich beim Richtfunk erkennen, in denen Bäume krank wurden und unter Pilz- oder Schädlingsbefall leiden. Es scheint, als würde die Strahlung die Riesen aus Holz schwächen. Dass Bäume untereinander kommunizieren, ist inzwischen bekannt. Die Strahlenbelastung bedeutet Stress für die Pflanzen, was sich beispielsweise im Herbst durch eine frühere Verfärbung der Blätter erkennen lässt.

Mobilfunkstrahlen tun der Natur nicht gut

Schüler haben hierzu einen interessanten Versuch gemacht und die Keimfähigkeit sowie das Wachstum von Topfpflanzen beobachtet. Zunächst schufen sie für alle Pflanzen die gleichen Grundvoraussetzungen: Saatgut, Bewässerung, Erde und Düngung waren identisch. Dann wurde neben einige Pflanzen ein eingeschaltetes Handy platziert, neben andere nicht. Die durch Handystrahlung bestrahlten Pflanzen keimten später! Sie entwickelten sich nicht richtig, einige Jungpflanzen erkrankten. Die Pflanzen hingegen ohne Handy in der Nähe wuchsen gesund und kräftig heran.

Insektensterben

Physikalisch gehört Handystrahlung zu den Mikrowellen – und diese können bekanntlich Gewebe erhitzen. Sie haben dies vielleicht auch schon selbst bemerkt, etwa, wenn Sie, in ein Gespräch vertieft, lange Ihr Smartphone am Ohr hatten. Es wird heiß! Einige Wissenschaftler äußerten den Verdacht, dass das Insektensterben u.a. auf Handystrahlung zurückzuführen sein könnte – aufgrund der geringen Körpergröße der wechselwarmen Tiere. Ihre Körpertemperatur ist abhängig von äußerlichen Faktoren; durch ihre geringe Körpergröße absorbieren sie generell nur wenig Energie. Doch die Aufnahme steigt bei elektromagnetischen Wellen mit Frequenzen ab 6 GHz (besonders im Bereich zwischen 12 und 24 GHz). In genau diesem Frequenzbereich bewegt sich das geplante G5-Netz! Dies bedeutet, dass sich Körpertemperatur der (wechselwarmen) Insekten merklich erhöhen wird! Für sie bedeutet der Temperaturunterschied ein schwerwiegender Eingriff in ihre Natur, denn Lebenszyklus und Verhalten der Tiere gehen mit der Temperatur einher.

G4 ist bereits ein Eingriff in die Natur. Und nun soll G5 kommen, ein so stark strahlendes Netz, das unsere Natur noch mehr durcheinanderbringen wird? Damit es noch mehr durch den Wald funkt? Denn das wird es! Das neue G5-Netz benötigt aufgrund seiner geringeren Reichweite eine größere Netzabdeckung mit mehr Sendemasten. Haben Tiere ihren Lebensraum nahe der Sendemasten oder halten sie sich dort auf, so können die elektromagnetischen Felder tatsächlich einen großen (unnatürlichen und schädlichen) Einfluss auf die Tiere ausüben.

Smart Home…

Hand aufs Herz, ist es denn nötig, unsere Wohnung per App zu steuern? Müssen wir denn das Smartphone zur Hand nehmen, wenn es lediglich darum geht, die Heizung aufzudrehen? Muss man eine App bemühen, wenn man auch ganz einfach eine Lampe per Lichtschalter einschalten kann? Oder ist es nötig, dass der Kühlschrank über „Intelligenz“ verfügt und gleich selbsttätig per App die nächste Lieferung an Joghurt bestellt, wenn nur noch zwei Becher im Kühlschrank stehen? Was ist mit dem guten alten Einkaufszettel, meist aus altem Papier (Schmierpapier!) zusammengeschnitten und völlig analog von Hand beschriftet? Und ist es wirklich erstrebenswert, an jeder Straßenecke Filme streamen zu können?

Gesünderer Wald

Es mag jeder für sich anders sehen und eine andere Meinung hierzu haben – ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich wünsche mir einen gesunden Lebensraum Wald mit einer Fülle von Insekten, wie es sie früher einmal gab. Überall summte und brummte es, es gab viele Marienkäfer, Schmetterlinge, Grashüpfer, Bienen, etc. Es gab auch viele Vögel, man konnte nachts Käuzchen hören oder bei Tage den Specht hämmern. Und je mehr wir mit unseren Fingern über zweidimensionale Bildschirme wischen, umso weniger bewegen wir uns dreidimensional – wenn man sich denn überhaupt ausreichend bewegt! Ich bin gespannt, wie es in diesem Sommer wird, ob es wieder mehr Insekten gibt, oder ob der Bestand noch weiter zurückgeht. Sicherlich: Die Natur ist belastbarer und stärker, als viele Menschen glauben. Dennoch geht es vielen Wäldern nicht gut. Sie werden massiv gestört durch Handynetze und elektromagnetische Felder. Auch von Windrädern ausgehender Infraschall, wie wir im letzten Blog behandelt haben, tut Flora und Fauna sicherlich nicht gut. Auch uns Menschen nicht, viele reagieren mit Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Und nun kommt noch die G5-Belastung hinzu. Sie sehen, es funkt durch den Wald – wo eigentlich der Kuckuck rufen sollte.

Ein wenig nachdenklich verabschiede ich mich dieses Mal und hoffe, dass die Zukunft unserer Natur nicht so düster aussieht, wie man oftmals glauben könnte.

Bitte bleiben Sie gesund – bis zum nächsten Mal!

Menü