Die Trockenbürstenmassage – Segen für Haut und Lymphe

Liebe Blogleser*innen, wie im vorherigen Blogbeitrag angekündigt, wollen wir uns heute ein wenig mit einer beinahe in Vergessenheit geratenen gesunden Technik für Haut und Lymphe befassen – mit der Trockenbürstenmassage. Unsere Haut ist nicht nur das größte Organ unseres Körpers, sie zählt – wie Leber und Nieren – zu unseren Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen. Über die Hautporen scheidet unsere Haut unermüdlich Säuren und Gifte aus. Bringen wir die alte Technik der Bürstenmassage zur Anwendung, so können wir unsere Haut beim Ausscheiden von belastenden Stoffen hervorragend unterstützen. Man kann sagen: Die Trockenbürstenmassage ist ein Segen für Haut und Lymphe.

Was die Bürstenmassage für Sie tun kann

Bürstenmassagen unterstützen Haut und Lymphe, denn durch das Abbürsten unserer Haut können wir ihre heilende Selbstregulierung unterstützen. Durch viele chemische moderne Hautpflegeprodukte, deren Inhaltsstoffe sich wie ein Film auf der Hautoberfläche ablegen, verliert die Haut im Laufe der Zeit ihre Fähigkeit, problematische Stoffe aus dem Körper auszuleiten. Hinzu kommt, dass die abgestorbenen Hautzellen nicht mehr in ihrer natürlichen Weise abgetragen werden, was die Haut letztendlich nicht richtig atmen lässt.

Haben wir zudem noch beruflich ausschließlich am Schreibtisch zu tun, sitzen wir uns buchstäblich einen Lymphstau. Durch die übliche und stundenlange Sitzhaltung können Unterschenkel und Knöchel mit der Zeit anschwellen, die Beine werden schwer. Theoretisch könnte man einen Arbeitstag mit einem Langstreckenflug vergleichen…

Durch regelmäßiges Abbürsten können wir unseren Körper prima unterstützen, damit unser Lymphfluss wieder in Gang kommt und unsere Haut optimal entsäuert und entgiftet. Das Trockenbürsten hat zur Folge, dass sich die Poren der Haut öffnen, was eine deutlich bessere Durchblutung mit sich bringt. Noch während der Massage wird Ihr Körper wohltuend gewärmt, die Haut wird wunderbar geschmeidig und zart!

Eine Bürstenmassage für Ihr Lymphsystem!

Das schnelle Ausleiten von Giften und Säuren ist besonders dann gegeben, wenn bereits gesundheitliche Störungen im Bereich der Ausleitungsorgane vorliegen. Durch die Trockenbürstenmassage wird Ihr Lymphsystem aktiviert und hilft dabei, Schlacken und Schadstoffe schneller abzutransportieren, damit diese den Körper möglichst rasch verlassen.

Zwei Kreislaufsysteme

Wir haben zwei Kreislaufsysteme in unserem Körper:

  • Unseren Blutkreislauf – in Fluss gehalten durch unser pumpendes Herz
  • Unser Lymphsystem – zirkulierend durch Bewegung und Massagen

Die „Pumpe“ für unser Lymphsystem ist somit unter anderem Bewegung, Sport – und Massagen! Nun wird man wahrscheinlich im Alltag nicht jeden Tag eine Massagepraxis aufsuchen können – doch eine Trockenbürstenmassage nach Bad und Dusche kann wunderbar in die tägliche Körperpflege eingebaut werden. Nicht zuletzt profitiert auch unsere Stimmung davon, denn das Bürsten wirkt anregend auf unser Nervensystem. Es macht wach und schenkt uns Schwung für den Tag!

Wichtig jedoch ist, dass Sie die Trockenbürstenmassage immer nur auf gesunder Haut ausüben. Wenn Sie verletzte oder entzündete Hautbereiche haben, müssen diese natürlich ausgespart werden. Bei Schuppenflechte oder Neurodermitis sprechen Sie sich am besten vorher mit Ihrem Hautarzt ab. Auch das Gesicht sollten Sie nicht mit der Körperbürste massieren, hierfür gibt es spezielle (und weichere) Gesichtsbürsten.

Und so funktioniert es:

Bürsten Sie Ihre Haut in langen Strichen und leichtem Druck. Starten Sie außen am rechten Fuß und bürsten Sie in Richtung Körpermitte. Das gleiche machen Sie innen am rechten Fuß. Der Druck sollte – besonders an Stellen, wo die Haut etwas dünner ist – natürlich nur so stark sein, wie es für Sie angenehm ist.

An Oberschenkel und Gesäß können Sie mit kreisenden Bürstenstrichen arbeiten – anschließend wechseln Sie zum linken Bein.

Danach kommen Ihre Arme dran – starten Sie auch hier wieder rechts – am rechten Handrücken. Bürsten Sie über die Außenseite Ihres Armes bis hoch zur Schulter – verfahren Sie auch in gleicher Richtung bei Ihrem Arm innen.

Linker Arm die gleiche Technik!

Wenn Sie die Bereiche Bauch und Brust bürsten, sollten die Bürstenstriche sanft kreisförmig verlaufen.

Hinweis: Die Trockenbürstenmassage wirkt sehr anregend, aus diesem Grund lohnt es sich, hierfür morgens ein paar Minuten eher aufzustehen. Wenden Sie die Trockenbürstenmassage besser nicht am Abend an, denn ein angeregter Kreislauf macht es schwer, einzuschlafen. Arbeiten Sie hingegen im Nachtdienst, so ist die Trockenbürstenmassage (neben Grüntee) ideal, um frisch und munter gut durch die Nachtschicht zu kommen.

Spezieller Tipp für heiße Sommertage: Duschen Sie nach Ihrer Bürstenmassage kühl und starten Sie erfrischt in den Tag.

Die ideale Bürste ist individuell

Um eine gute Bürste zu finden, (bitte immer nur Naturborsten wählen), können Sie im Bioladen Ihres Vertrauens stöbern. Sie können sich auch auf dem Wochenmarkt umschauen, denn auf vielen Märkten finden Sie noch den klassischen „Bürstenmann“ mit seinem Stand. 😊

Eine spezielle Bürste unter den Trockenbürsten ist die sogenannte Klosterbürste, welche bereits im Mittelalter von Nonnen und Mönchen verwendet wurde. Die Klosterbürste ist besonders gearbeitet, Ihre Borsten bestehen aus Rosshaar mit feinsten eingearbeiteten Kupferfäden. Während der Trockenbürstenmassage entsteht auf der Haut ein winziger Strom, welcher die gebürsteten Hautbereiche unmittelbar entspannt und den ganzen Körper frisch macht und revitalisiert! Natürlich müssen Sie auch Ihre Haut entscheiden lassen, was sich für Sie angenehm anfühlt. Die ideale Bürste ist individuell! Haben Sie eher eine empfindliche Haut und reagieren Sie auf Berührung sensibel, sollten Sie in jedem Fall zu einer weicheren Bürste greifen!

Und bei Cellulite…

Mit Bürstenmassagen unterstützen Sie Ihren Körper hervorragend, Stoffwechselschlacken auszuscheiden – unter anderem Umweltgifte, Medikamentenrückstände, Giftstoffe durch ungesunde Lebensmittel (u. a. Zucker, Weißmehl), tierisches Eiweiß (Wurst, Milch, Milchprodukte, Fleisch, etc.).

Leider sind es genau diese Stoffwechselschlacken, die zu einer Übersäuerung des Körpers führen können und klassische Cellulite-Dellen mit sich bringen, welche sich hauptsächlich an Oberschenkeln, Oberarmen und am Gesäß ausbreiten.

Last but not least: Faszinierende Faszien – unser Bindegewebe

Unsere Faszien (Bindegewebe) dienen unserem Körper als Nährstoffdepot. Haben wir ausreichend Nährstoffe (Mineralien, Vitamine und Spurenelemente) zu uns genommen und eingelagert, fühlt sich unser Bindegewebe elastisch und fest an.

Stoffwechselschlacken bringen das Bindegewebe dazu, buchstäblich zu verstopfen. Mit der Zeit wird die Verstopfung sichtbar, Cellulite kann entstehen. Neben einer basischen Ernährung können Sie natürlich auch durch Trockenbürstenmassagen Haut und Bindegewebe unterstützen. Im Prinzip erzielen Sie einen fünffachen Nutzen, Sie tun Gutes für Ihre Haut, Lymphe, Nerven, Bindegewebe sowie für Ihr Wohlbefinden! 😊

Liebe Blogleser*innen, damit sind wir am Ende unseres heutigen Blogs angelangt. Machen Sie aus diesem Frühling doch „Ihren ganz persönlichen Frühling“ und tun Sie Gutes für Ihre Gesundheit. Stöbern Sie gerne noch ein wenig durch den Blog; Sie finden viele Tipps, von denen Sie vielleicht den einen oder anderen schon wieder vergessen haben. Das ist im Alltag aber normal, und so hoffe ich, dass Ihnen die Beiträge als „kleines Nachschlagewerk“ dienen können.

Bis zum nächsten Mal – genießen Sie die länger werdenden Tage und bleiben Sie gesund!

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