Brot belegt mit frischem Grünzeug

Chlorophyll – Grünes ist gesund!

Liebe Blogleser*innen, wir switchen von Schwefelgelb der vergangenen Woche nach Grün und sagen: Go Green! Genießen Sie grüne Lebensmittel – ob als Smoothie oder Salat – Grün (und damit Chlorophyll) ist gesund für unseren Organismus und dabei völlig unkompliziert! Wer einen schönen knackigen Feldsalat mit Frühlingszwiebel, Nüssen und etwas Leinöl genießt, möchte am liebsten gar nicht mehr damit aufhören – mir jedenfalls geht es so. Ernähren Sie sich mit chlorophyllhaltigen Nahrungsmitteln und spüren Sie die Vitalität und Kraft, die in diesen Lebensmitteln steckt! Chlorophyll – Grünes ist gesund!

Ihr Grün können Sie beziehen aus grünem Blattgemüse wie Feldsalat, Brunnenkresse oder Spinat. Je dunkler das Grün, umso geballter die Ladung an Chlorophyll! Auch Wildpflanzen und Kräuter wie Petersilie oder Kerbel liefern ihnen gesunde Nährstoffe. Ebenso Algen wie Nori oder Wakame, Mikroalten wie Chlorella, Afa und Spirulina – und Grüntee! Je dunkler die Sorte, desto besser!

Wenn Sie Freund*in von grünen Sprossen oder Kresse sind – perfekt! Grüne Lebensmittel sind hervorragende Vitalstofflieferanten und beinahe überall  zu haben. Auch lohnt sich eine Kräuterwanderung mit einem erfahrenen Kräuterkenner, um sich zu erschließen, was die Natur so zu bieten hat. Denn ganz ehrlich – vieles, was der konventionelle Handel an Grünem so zu bieten hat, ist eher etwas fade. Vieles an Gemüse ist getrimmt auf Gleichheit und soll möglichst perfekt aussehen (Biohandel ausgenommen). Vergleichen Sie nur zum Beispiel einmal den Geschmack von einer Treibhaustomate und einer selbst gezogenen Tomate aus dem Garten oder vom Balkon. Es liegen ganze Geschmackswelten dazwischen! Nicht viel anders verhält es sich mit grünen Lebensmitteln. Jetzt gerade im Sommer finden besonders in botanischen Gärten Kräuterwanderungen mit Bestimmung von essbaren Pflanzen statt – eine Teilnahme lohnt sich in jedem Fall.

Grün kann mehr

Man kann durchaus sagen, dass Chlorophyll „grün gewordenes Sonnenlicht“ ist und uns pure Energie bietet. Mehr noch, Chlorophyll als grüner Farbstoff in Pflanzen ist eine der gesündesten und lebensspendenden Komponenten für unseren täglichen Speisezettel! Dank der Photosynthese wandeln Pflanzen mithilfe von Sonnenlicht und Wasser Kohlendioxid in Kohlenhydrate um. Auf diese Weise ernährt sich die Pflanze und ist in der Lage, zu blühen und später einen Fruchtstand auszubilden. Eigentlich immer wieder ein kleines Wunder der Natur.

Grün ist das neue Rot

Wie zuvor bereits erwähnt: Je grüner eine Pflanze, umso mehr Chlorophyll enthält sie. Und umso höher ist auch ihr gesundheitlicher Wert. Der grüne Farbstoff ist nämlich überaus wichtig für den Aufbau von neuen Blutzellen und ermöglicht unserem Körper die Ausleitung von Toxinen. Das enthaltene Vitamin K ist zudem sehr wichtig für eine gesunde Blutgerinnung und fördert die Heilung von Verletzungen/Wunden. Grünes ist zudem gut für die Verdauung – wer häufig mit Verstopfung zu tun hat sollte täglich eine schöne Salatmahlzeit zu sich nehmen.

Grün ist zudem gut für unser Blut. Und je besser unsere Blutwerte sind, desto gesünder sind wir (und fühlen uns auch so!) Es ist kaum zu glauben, welch große Bedeutung doch der Genuss von grünen Lebensmitteln auf die Gesundheit unseres Blutes hat! Nicht von ungefähr wird Chlorophyll auch als „Pflanzenblut“ oder „grünes Blut“ bezeichnet. In einem früheren Blogbeitrag über Smoothies haben wir uns bereits mit der Ähnlichkeit von grünem Pflanzenfarbstoff und unserem körpereigenen roten Blutfarbstoff (dem Hämoglobin) beschäftigt. Es ist faszinierend, denn beide Stoffe sind im Aufbau beinahe gleich! Einziger Unterschied: Im Zentrum unserer Hämoglobinstruktur befindet sich ein Eisenmolekül – im „Pflanzenblut“ ein Magnesiummolekül…

Mit Chlorophyll gegen Eisenmangel

Studien konnten beweisen, dass sich eine Ernährung mit hohem Chlorophyllanteil positiv auf die Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark auswirkt. Wer vegetarisch oder vegan unterwegs ist, kann mit ausreichend grüner Nahrung viel Gutes für seinen Eisenhaushalt tun. Weitere Studien zeigten auch, dass grüne Blattgemüse und Kräuter Demenz vorbeugen können. Und immer mehr Wissenschaftler empfehlen heute den Genuss von „Grünzeug“ für den gesunden Muskelaufbau.

Wadenkrämpfe in der Nacht

Wer nachts z. B. mit Wadenkrämpfen zu tun hat, könnte unter Magnesiummangel leiden. Leider kommt Magnesiummangel heute nicht gerade selten vor, was durch unsere zu süße und zu fetthaltige Nahrung begünstigt wird. Anstelle von süßem Zuckergebäck (das leider an jeder Straßenecke schnell verfügbar ist) genießen Sie lieber einen knackigen Salat! Oder ein Brot mit Linsenaufstrich und viel Brunnenkresse!

Unsere Muskeln benötigen dringend Magnesium, ebenso unser „Denkmuskel“ – das Gehirn. 😊 Die jetzige Jahreszeit bietet sich geradezu an, auf schwere Küche zu verzichten und sich aus sommerlich leichten und grünen Zutaten schöne Gerichte zu zaubern. Dazu einen grünen Tee, der in asiatischen Ländern auch kalt genossen wird! Ein Genuss!

Brennnesseln!

Sie wachsen überall, ob unterwegs oder im Garten, ganz so, als wollten Sie uns das Chlorophyll buchstäblich hinterher tragen! Sie können Brennnesseln wie Spinat zubereiten – nur 100 Gramm dieser Pflanze beschenken Sie bereits mit 80 Milligramm Magnesium. Damit decken Sie schon ein Viertel Ihres täglichen Bedarfs!

Rundum geschützt durch Grünes

Doch grüne Nahrungsmittel halten nicht nur Chlorophyll und Magnesium für uns bereit. Sie versorgen uns mit beinahe sämtlichen Nährstoffen, die wir brauchen, unter anderem mit wichtigem Betacarotin! Aus diesem stellt unser Körper Vitamin A her, welches für Augen und Schleimhäute unentbehrlich ist. In Grünem finden Sie auch die Vitamine B6, C sowie Vitamin K (Blutgerinnung); Folsäure, Calcium, Kalium, Kupfer etc.

In grünem Blattgemüse befinden sich zudem Antioxidantien sowie Omega-3-Fettsäuren. Besonders Spinat versorgt Sie mit Antioxidantien wie Lutein und Zeaxanthin. Beides bildet den idealen Schutz für Ihre Augen.

Go Green! Einfach einmal ausprobieren!

Sie haben nun Lust auf Grünes bekommen? Prima! Und so können Sie viel Chlorophyll zu sich nehmen:

  • Knabbern Sie Staudensellerie – etwa mit einem Dip aus Avocado.
  • Garnieren Sie Ihre Mahlzeiten mit Kresse oder selbstgezogenen Sprossen.
  • Ziehen Sie Kräutertöpfe und würzen Sie jede Mahlzeit mit ausgiebig Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Kerbel.
  • Probieren Sie auch einmal Wildgemüse wie Löwenzahn, Portulak, Sauerampfer, etc.
  • Anstelle von zucker- und fetttriefenden Backwaren zur Kaffeezeit bereiten Sie sich einen schönen grünen Smoothie zu oder genießen Sie einen Bio-Apfel mit grüner Schale.
  • Essen Sie jede Brotmahlzeit mit „Grünzeug“, etwa mit Brunnenkresse oder viel Schnittlauch.
  • Machen Sie es wie die Menschen in Japan und verzehren Sie zu beinahe jeder Mahlzeit „Negi“ (Frühlingszwiebeln).
  • Besonders viel Chlorophyll beziehen Sie aus Grünkohl, Spinat und Brokkoli. Genießen Sie Rucola, Gurken (mit Schale), grüne Paprika, Erbsen, Edamame (eine Sojabohne), Avocado, Kiwi – und natürlich alles an Kräutern, was Garten und Natur so hergeben. Weiterer Lieferant: Matcha!

Liebe Blogleser*innen, das Schreiben dieses Beitrages hat mir nun selbst Appetit auf einen schönen grünen Salatteller beschert. Ich werde mich also gleich in die Küche begeben und mir etwas Schönes aus Rapunzel, Avocado, gelber Tomate, Frühlingszwiebel, Walnüssen und Leinöl zubereiten. Es gibt übrigens keine Mahlzeit, die sich nicht „begrünen“ lässt! Selbst die geliebte Pizza wird mit Blättern vom Rucola zum leckeren Vitalpaket. Ich hoffe sehr, dass Sie die Sommertage genießen – und wenn die Eisdiele Ihres Vertrauens einmal Matcha-Eis im Angebot haben sollte, probieren Sie unbedingt eine Kugel. Vielleicht gelingt es Ihnen ja, 3-5 grüne Dinge am Tag zu sich zu nehmen? Ich wünsche Ihnen für heute jedenfalls eine gute, gesunde und grüne Zeit 😊

Bis zum nächsten Mal!

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