Phosphate in Lebensmitteln – ein Risiko?

Künstliche Phosphate gefährden unsere Gesundheit

Phosphor ist ein wichtiger Mineralstoff, der für unseren Energiestoffwechsel eine bedeutende Rolle spielt. Wir brauchen ihn für die Entstehung unserer Zellwände und gemeinsam mit Kalzium ist er wichtig für Knochen und Zähne. Daher ist unser Körper auf die Zufuhr von Phosphaten angewiesen. Allerdings nur auf natürlich vorkommende Phosphatverbindungen aus naturbelassenen Lebensmitteln. Denn künstliche Phosphate sind schädlich für uns und können zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Industriell hergestellte Phosphate kommen vor allem in Fastfood und Fertigprodukten vor. Leider sind sie inzwischen aber auch in sehr vielen anderen Produkten enthalten. Die Aufnahme künstlicher Phosphate hat sich daher in unserer Gesellschaft in den letzten drei Jahrzehnten verdoppelt.

Die Lebensmittelindustrie setzt solche Phosphate vor allem zur Konservierung von Fleisch und Wurst ein sowie zur Herstellung von Schmelzkäse. Er verdickt Puddings und Soßen, verhindert ein Verklumpen und dient als Stabilisator für eine Reihe von Lebensmitteln. Auch wird er als Geschmacksverstärker sowie Backtriebmittel verwendet. Softdrinks erhalten durch Phosphate länger ihre schöne Farbe.

Natürliches Phosphat ist vor allem in Fleisch, Getreide, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. Unser Organismus nimmt den natürlichen Mineralstoff nur teilweise auf bzw. behält das, was er braucht: Etwa 60 Prozent des Stoffes geht in unser Blut. Der Rest, den der Körper nicht benötigt, wird über die Nieren wieder ausgeschieden.

Künstliche Phosphate hingegen sind meistens frei löslich. Das heißt, unser Körper nimmt sie fast komplett auf. So erhält er quasi eine Überdosis an Phosphaten und der Phosphatspiegel im Blut erhöht sich.

Gesundheitliche Folgen von künstlichem Phosphat

Bereits seit Längerem ist bekannt, dass Lebensmittel mit hohem Phosphatgehalt für Menschen mit einer Nierenerkrankung lebensgefährlich sind. Doch nun haben Forscher der Universität Basel herausgefunden, dass industrielle Phosphate auch für gesunde Menschen ein Risiko darstellen. Denn sie können hohen Blutdruck sowie erhöhten Puls fördern. Hohe Phosphatdosen verändern die Gefäßinnenwände, indem sie sich mit Calcium zu Calciumphosphat verbinden und sich dieses an die Gefäßwände lagert. Dies kann zu einer Verkalkung führen und auf Dauer Auswirkungen auf den Blutdruck hat. All dies kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Auch kann eine hohe Aufnahme des Stoffs die Entstehung von Osteoporose fördern. Hierfür ist das Hormon Parathormon verantwortlich, das bei phosphatreicher Ernährung ausgeschüttet wird und Knochenabbau begünstigt. Zudem nimmt der Körper Kalzium schlechter auf, wenn wir uns phosphatreich ernähren. Dadurch kann ein Kalziummangel entstehen, was ebenfalls den Knochenschwund fördert.

So vermeiden Sie eine phosphatreiche Ernährung

Eine gute Nachricht vorweg: Wenn Sie Lebensmittel mit industriellen Phosphaten weglassen, erholen sich nach etwa 2 Monaten Puls und Blutdruck wieder.

Um die gesundheitsschädigenden Folgen einer phosphatreichen Ernährung zu vermeiden, sollten Sie sich so natürlich wie möglich ernähren. Das heißt, Sie sollten weitestgehend auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten. Insbesondere Wurst und Käse, Limonaden und Fertigprodukte enthalten viel künstliche Phosphate. Greifen Sie lieber zu frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten und achten Sie insgesamt auf eine vollwertige Ernährung.

Achten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf im Supermarkt auf die Inhaltsstoffe abgepackter bzw. verarbeiteter Lebensmittel. Die E-Nummern E338, E339, E340, E341, E450, E451 und E452 weisen auf zugesetzte Phosphate hin. Oder aber es steht hier ganz einfach der Hinweis „mit Phosphat“.

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