Altern ist Kopfsache

Altern beginnt im Kopf

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Altern. Denn mit Zunahme der Lebensjahre gehen körperliche Beeinträchtigungen einher und auch optisch verändern wir uns. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass der Alterungsprozess im Kopf beginnt.

Es gibt Menschen, die bis ins hohe Alter noch fit sind, andere wiederum fühlen sich schon mit 50 alt. Neben genetischer Veranlagung hat der Prozess des Alterns viel mit dem Lebensstil und der Ernährungsweise zu tun. Eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und gesunder Kost wirkt sich verlangsamend auf den Alterungsprozess aus. In einer Studie wurde jetzt herausgefunden, dass dieser Prozess im Kopf beginnt.

Proteinkomplex setzt Entzündungsprozesse in Gang

Genauer gesagt im Hypothalamus, ein Bereich im Gehirn. Dieser Bereich steuert viele wichtige Funktionen unseres Körpers, wie Entwicklung, Fortpflanzung, Ernährung, Wachstum und Stoffwechsel. Sämtliche Funktionen, die für den Fortbestand des Lebens unerlässlich sind, kommen hier zusammen. Es verwundert daher nicht, dass der Hypothalamus unseren Alterungsprozess maßgeblich beeinflusst.

Während des Alterns laufen in unserem Gewebe entzündliche Vorgänge ab, die im Hypothalamus entstehen. Solche Vorgänge tragen zu altersbedingten Beschwerden bzw. Krankheiten bei, wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Krebs und neurologische Krankheiten, hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck bei.

Diese entzündlichen Prozesse werden durch Stoffe in Gang gesetzt, die vom Hypothalamus aktiviert werden. Dazu gehört ein Proteinkomplex, der bei uns für unterschiedliche Aufgaben zuständig ist. In einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt, dass dieser Proteinkomplex bei Mäusen das Altern schneller vorantrieb. Ihr Organismus alterte schneller und die Lebensdauer verkürzte sich. Mäuse, bei denen dieser Proteinkomplex durch eine Injektion blockiert wurde, lebten etwa 20 Prozent länger als die Kontrollgruppe.

So altern Sie langsamer

Nun ist es noch lange hin, bis solche Maßnahmen auch für den Menschen erprobt bzw. auf dem Markt sind. Doch auch ohne einen medizinischen Eingriff können Sie etwas dafür tun, um den Alterungsprozess zu verlangsamen.

Wie bereits erwähnt, sind entzündliche Vorgänge in unserem Gewebe maßgeblich am Alterungsprozess beteiligt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, solche Entzündungsprozesse zu verhindern.

Vermeiden Sie Zellstress

Zum Beispiel, indem Sie Zellstress vermeiden: Meiden Sie industriell verarbeitete und mit Giften belastete Lebensmittel sowie Drogen wie Alkohol und Nikotin sowie wenn möglich, Medikamente.

Auch zu wenig Schlaf und (psychischer sowie körperlicher) Stress über einen längeren Zeitraum führen zu Zellstress. Durch den Zellstress entstehen freie Radikale, welche für die Entstehung von Entzündungen in unserem Körper führen. Diese wiederum führen zu Erkrankungen, welche den Alterungsprozess ankurbeln.

Freien Radikalen können Sie zudem mit Antioxidantien das Leben schwer machen. Diese finden Sie beispielsweise in Obst und Gemüse, Salaten und frischen Kräutern aber auch Nüssen und Saaten. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Curcumin und Astaxanthin schützen Sie vor freien Radikalen.

Entzündungshemmer Vitamin D

Vitamin D3 wirkt entzündungshemmend und blockiert das im Hypothalamus aktivierte Protein. So schwächt es Entzündungsauslöser bzw. hemmt ihre Wirkung maßgeblich. Hierfür ist natürlich ein ausreichend gefüllter Vitamin-D-Speicher nötig. Wie Sie diesen auffüllen können, lesen Sie in meinem Beitrag zu Vitamin D.

Leben Sie gesund!

Ein allgemein gesunder Lebensstil unterstützt Sie dabei, Entzündungen zu vermeiden bzw. zu hemmen. Achten Sie daher auf eine gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen, biologischen Lebensmitteln. Diese sollten möglichst unverarbeitet sein.

Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr durch ungesüßte Tees und viel Wasser. Tanken Sie Sonne, wann immer Sie die Möglichkeit haben (natürlich in gesundem Maße). Lassen Sie Ihr Gehirn nicht einrosten und fordern Sie es immer wieder heraus.

Vermeiden Sie Dauerstress, sowohl psychischen als auch körperlichen, und üben Sie sich in Entspannungsmethoden. Schlafen Sie ausreichend und gönnen Sie sich Pausen! An dieser Stelle empfehle ich Ihnen meinen Artikel zum Thema Stress und Stressbewältigung.

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